Generalfrage: Anzahl der Hamster in Mietwohnungen

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  • Hallo,


    ich stehe im Moment vor einer Fragestellung, in der ich mal "fachlichen" Rat benötige. Ich wohne zur Miete auf ca. 90 m² ohne direkte Nachbarn. Je nach Lage der Dinge wohnen bei mir schon mal bis zu 10-12 Hamster. Hamster habe ich seit etlichen Jahren. Auch habe ich ein 180-Liter-Aqua. Nun bockt die Vermieterseite, die eigentlich seit 8 Jahren von dem Aqua und zumindest so 2-3 Hamstern wissen müsste. Es gab auch mal einen Zeitungsartikel, als ich noch für eine andere Hamsterhilfe aufgetreten bin. Den Artikel aus dem Ortskäseblatt (damals zur Laborhamsterzeit erschienen, also vor ca. 2 Jahren oder so) kennt die Vermieterin offenbar ganz genau.


    Das deutsche Mietrecht ist ja durch die Rechtsprechung schon mal so weit fortentwickelt, dass die Kleintierhaltung erlaubnisfrei ist. Selbst wenn in einem Mietvertrag stünde, man dürfe keine Kleintiere halten, darf man es trotzdem. Selbst wenn im Mietvertrag steht, man müsse eine Erlaubnis einholen, ist das nicht wirksam.


    Nicht so ganz klar ist, welche Anzahl von Kleintieren man eigentlich halten darf. Lassen wir mal Karnickel etc. aussen vor und reden wir mal nicht von einem gewöhnlichen Aquarium und zwei Hamsterchen. Grundsatz der Rechtsprechung im Mietrecht ist dazu, dass die Tiere mit der Mietsache nicht ständig in Kontakt sein dürfen (also Haltung in "geschlossenen" Gehegen), dass sie keinen Schaden anrichten dürfen und dass von ihnen keine Belästigung für andere Mieter oder eine unzumutbare Belastung für die Mietsache selbst ausgehen darf.


    Die Gehegehaltung ist bei Hamstern und Fischen vorhanden. Die Hamster sind bei mir auch nicht Kontakt mit der Mietfläche, weil der Auslauf - beaufsichtigt - auf (meinen) Teppichen oder einer großen Decke, jeweils natürlich mit Begrenzungseinrichtung, stattfindet. Andere Mieter gibt es nicht. Die Gehege etc. sind gepflegt und werden von allem, was müffeln könnte (Hinterlassenschaften der Hamster, Futterreste, verschmutztes Einstreu etc.) täglich befreit, Laufis werden wöchentlich geputzt. Die Gehege stehen auf Rolltischen, damit ich darunter problemlos saubermachen kann (ich nutze keine Schränke zur etagenweisen Stellung der Gehege, weil ich mit dem Saubermachen Probleme hätte). Das Fisch-Aqua steht sogar auf einer Bodenplatte. Im Umgang mit der Hamstermenge bin ich ja mittlerweile absolut routiniert. Das läuft abends nach der Arbeit nach einem Schema ab, so dass nach einer Stunde alle Reinigungsarbeiten und die Fütterung durch sind (ca. sieben Sorten Frischfutter etc. inklusive). Dann kommt noch die Fischfütterung, dann erst bin ich dran. Und danach kommt das große Hamsterunterhaltungsprogramm. Ich fahre auch abends noch los, wenn mit einem Hamster etwas ist, ich bin auch schon um 23.30 beim TA, der immer erreichbar ist, aufgeschlagen (und ich stehe morgens um 5 Uhr auf!). Alle Tiere werden täglich kontrolliert, ob sie fressen, ob eine Veränderung zu erkennen ist, usw.


    Vorneweg noch: Ich bin selbst Juristin und hab schon alle Quellen abrecherchiert, mit dem Mieterschutzbund Kontakt gehabt. Ich habe keine Entscheidung zur Anzahl von Hamstern gefunden. Ich habe lediglich eine Entscheidung gefunden, die etwas von 5 Chinchillas in einem Käfig sagte (ohne das die Entscheidung, wie teilweise aber falsch in Foren behauptet wird, die Haltung von Chinchillas auf 5 begrenzt hat; vielmehr meinte das Gericht die 5 Chinchillas, die halt da waren, bei 6 oder 8 oder 10 wäre die Entscheidung womöglich genauso ausgegangen). Die nächste Entscheidung spricht von einer "beliebigen" Anzahl von Fischaquas, wenn die Mietsachenstatik nicht beeinflusst wird. In einer Entscheidung sind 80 freifliegende Vögel in einer größeren Wohnung zuviel, in der nächsten sind 60 Vögel in einer kleineren Wohnung in Käfigen gehalten in Ordnung.


    Wenn ich jetzt mal für mich resümiere, dass die Gehege sauber und ordentlich sind, dass die Tiere alles bekommen, was sie brauchen an Essen, Versorgung etc., dass die Mietsache nicht belastet wird, keine Belästigungen von den Tieren oder deren Versorgung ausgeht, würde ich mich mietrechtlich auf der sicheren Seite sehen, was die Anzahl der Hamster angeht. Für mich hat das immer noch Hobbyqualität. Nebenbei bemerkt, die früheren Mieter haben hier mit Hunden, die letzten auch mit Katzen gewohnt. Entsprechende Kratzspuren und Schäden sind noch vorhanden. Vor mir hat hier eine Familie mit zwei Kindern und den Katzen gewohnt.


    Man sollte vielleicht auch noch berücksichtigen, dass ja manche Mieter auch Hobbys haben, die schon mal intensiver betrieben werden. Das sieht man dann auch. Manche Wohnungen sind ja fast zu mit Pflanzen, vielen Bücherregalen etc. Ich hab dem Platzbedarf der Rolltische halt die Essecke und einen Teil meiner Studentenmöbel im Arbeitzimmer geopfert, damit man ganz normal in den Räumen gehen und natürlich auch normal saubermachen kann. Ob da z.B. diese Möbel noch stehen würden oder in den Räumen jetzt die Gehege stehen, macht platztechnisch keinen großen Unterschied aus.


    Ich merke noch an: Ich stehe vor dem Dilemma, dass ich hier Gehege frei habe und Euch wieder Tiere abnehmen will. Selbst wenn ich mir jetzt für mich absolut sicher bin, frage ich mich, was andere "Hamsterprofis", die auch mehr Tiere haben, sagen und was Ihr von der Hamsterhilfe dazu meint. Die Vermieterseite ist halt bockig im Moment und ich will da meinen Instinkt einfach vorsichtshalber mal von Euch prüfen lassen. Ich kann da ja auch völlig daneben liegen.


    Wie seht Ihr das nun: Wenn man von Zahlen von 8, 10 oder 12 Tieren ausgeht, würdet Ihr das bei Kenntnis der o.g. Ausgangsrechtslage (Auswirkungen auf Mietsache und Nachbarn, artgerechte Haltung, vorherige Duldung von schadenverursachenden großen Haustieren bei anderen Mietern) als akzeptabel ansehen?


    Liebe Grüsse


    Ulli :winke:

  • ich sehe jetzt nicht, wo da das Problem liegt? Dass es keine festgelegte Hamsterzahl gibt? Lustig :D
    Juristisch kann es doch eigentlich nur darum gehen, dass keine Beeinträchtigung der Nachbarn oder der Tiere stattfinden darf. Das hängt nicht unmittelbar von einer festgesetzten Zahl ab.
    Desweiteren darf die Haltung nicht gewerblich sein.

    Liebe Grüße

    Eva

  • :winke:


    Was bedeutet denn "die Vermieterseite ist halt bockig"? Lass sie doch bockig sein. Was können Sie denn tun? Sie können Dir deshalb nicht kündigen. Vielleicht solltest Du den Vermietern deutlich sagen, daß die Hamsterhaltung keiner Genehmigung bedarf und es auch keine Limitierung auf eine max. Anzahl gibt. Ausserdem daß es im übrigen Deine Privatangelegenheit ist, ob und wieviele Hamster Du hältst, solange es für niemanden eine Belästigung ist und kein Schaden an der Mietsache angerichtet wird.. Aus die Maus. Wenn sie Dich verklagen wollen, dann lass sie doch. Die Rechtsgrundlage, auf die sie sich stützen, möchte ich gerne mal sehen...

  • Ich sehe genau wie Ihr eigentlich kein Problem. Es ist aber so, dass zwar die Kleintierhaltung generell erlaubt ist (erlaubnisfrei ist), dass die Rechtsprechung aber auch ein "Zuviel" kennt. Mich interessiert halt, wie Ihr so diese Grenze einschätzt.


    Liebe Grüsse


    Ulli

  • zuviel ist aber ein sehr dehnbarer Begriff ! Es gibt Menschen die sind mit einem Hamster überfordet und geben ihn dann ab , weil sie keine Zeit für ihn haben und andere haben mit einpaar mehr noch alles im Griff .
    Denke solange sich die Unter und Übermieter nicht belästigt fühlen wegen Lärmbelästigung , mache ich das so wie ich es möchte !

    Pate von Olivia :love: und Mason :love:




    Liebe Grüße Anne und ihre Fellnasen :familie:

  • Hallo Ulli

    Mich interessiert halt, wie Ihr so diese Grenze einschätzt.


    Da es keine Grenze gibt, ist es mit dem Einschätzen so eine Sache.
    90qm sind riesig, wenn du sie als Studentin tatsächlich für dich alleine hast. Ich lebe auf so einer Fläche zusammen mit meinen drei Kindern. Aufgrund der ungünstigen Raumaufteilung und dem Ruhebedürfnis der Hamster kann ich sie nur in meinem Zimmer halten. Drei kann ich da unterbringen - bei viel Geld und den stapelbaren Nagerhütten (nagerhuetten.com) wären auch durchaus bis zu sechs möglich.
    Wenn ich in meiner Wohnung zehn halten würde, dann wäre ich der Auffassung, dass es zuviel ist. Weil ich keine tiergerechte Unterbringung bieten könnte (ruhiger Raum). Aber ich weiß nicht, ob ein Richter es ebenso sehen würde (dass es Tierquälerei ist, wenn Hamster im Wohnzimmer leben, in dem tagsüber Kinder durchaus lautstark spielen).


    Zitat

    Nun bockt die Vermieterseite, die eigentlich seit 8 Jahren von dem Aqua und zumindest so 2-3 Hamstern wissen müsste. Es gab auch mal einen Zeitungsartikel, als ich noch für eine andere Hamsterhilfe aufgetreten bin. Den Artikel aus dem Ortskäseblatt (damals zur Laborhamsterzeit erschienen, also vor ca. 2 Jahren oder so) kennt die Vermieterin offenbar ganz genau.


    Das klingt eher danach, als wenn du nur glaubst, dass es so ist. Wissen müsste bedeutet ja nicht, dass die Vermieterseite es schon so lange weiß oder den Artikel tatsächlich schon vor zwei Jahren gelesen hat.
    Weshalb bockt die Vermieterseite denn jetzt? Haben sie dir schriftlich mitgeteilt, dass sie dir die Haltung von Hamstern untersagen? Haben sie dich persönlich gesprochen und die Haltung von mehreren Hamstern verboten? Was meinst du mit bocken?


    Ich selbst halte gar nichts davon mit dem Vermieter im Clinch zu liegen. Wenn der Vermieter absolut etwas gegen Hamsterhaltung hat, würde ich es nicht auf einen "Kleinkrieg" ankommen lassen. Entweder ich ziehe aus, wenn es mir so überaus wichtig ist viele Hamster zu halten. Oder ich versuche den Vermieter durch Einladung von der Harmlosigkeit der Tiere zu überzeugen. Oder ich halte keine Hamster mehr.
    Aber viele Hamster aufzunehmen und nebenbei Streit mit dem Vermieter auszutragen - nein, da leiden doch letzlich nur alle drunter.


    VG, Ulrike

    Liebe Grüße
    Ulrike
    ~~~~~~~~~~~~
    Wer andern eine Grube gräbt, ist ein artgenossenfreundlicher Hamster. :D

  • Die Vermieterin hat es bereits gesagt. Von daher ist die Fragestellung eben akut. Jetzt will sie noch besichtigen und hat bereits vorher gesagt, dass ihr das zuviel ist (erste Begründung: Die atmen soviel Feuchtigkeit aus :D jaja, und die vier Personen mit ihren Katzen, die davor dort gewohnt haben und jeden Tag geduscht und gebadet haben, haben die Wohnung sicher trockengewohnt). Den Umständen nach kann ich mir schon recht gut vorstellen, dass sie das durchzieht.


    Ich bin nicht mehr Studentin. Ich bin Mitte 40 und übe einen juristischen Beruf aus. Ich habe als Studentin auch bescheidener gewohnt. Auf dem Land sind so knappe 90 m² aber jetzt nicht so übernormal oder besonders teuer . In der nahen Großstadt wäre mir das auch so teuer. In der ersten Studiwohnung (stolze 42,5 m²) hätte ich maximal 2 Hamster gehalten, aber als Studi hatte ich gar kein Geld, um Tiere zu halten (ich musste mein Studium selbst bezahlen, ich bekam kein Bafög und nichts von den Eltern, hab gleichzeitig halt gearbeitet).


    Insgesamt merke ich aber schon, dass ich mit meiner Meinung doch nicht so weit ab liege. Ihr habt mir soweit schon mal sehr geholfen. Ich hatte mich schon gefragt, ob ich über die Zeit der Hamsterhaltung, auch wo es mehr geworden sind, vielleicht "betriebsblind" geworden bin.


    Liebe Grüsse


    Ulli

  • Hallo Ulli,


    hast Du hier schonmal nachgelesen? Da könntest Du vielleicht eine Antwort für Deinen speziellen Fall erhalten:


    http://www.molthagen.de/kerstin/hamster/faq_mainr.html


    Zu Deiner Frage nach einer möglichen eigenen Betriebsblindheit: Ich finde es gut, dass Du Dich hinterfragst, denn oft ist es nur ein schmaler Grad, der einen zwischen einer gesunden Tierliebe und einer möglichen Tiersammlung trennt. Wieviele Tiere jemand persönlich halten sollte, hängt für mich davon ab, wieviel Zeit die einzelnen Tiere brauchen, wieviel Zeit dem Halter zur Verfügung steht, ob die finanziellen und räumlichen Möglichkeiten eine gute Versorgung der Tiere gewährleisten. Um diese Frage zu beantworten, muss man ehrlich zu sich selbst sein. Redet man sich die Anzahl der Tiere und deren Lebensbedingungen schön? Hat man wirklich genügend Zeit, um allen seinen Tieren gerecht zu werden? Ich finde, das kann man nicht pauschal beantworten. Das hängt immer von den individuellen Lebensumständen ab.


    LG, Susanne

  • Vielleicht kannst Du ja Deine Vermieterin auch von den Vorzügen eines Hamsters überzeugen und es so darstellen, dass Du Dich freuen würdest, dass sie Interesse an Hamstern und deren artgerechter Haltung zeigt. Sollte sie dann auch einem Notfellchen ein Zuhause geben wollen, hast Du volle Überzeugungsarbeit geleistet :thumbsup:


    Du könntest ja vorsorglich schon mal den Flyer der Hamsterhilfe NRW für sie ausdrucken :pfeifen:

  • Hallo, Susanne,


    danke für den Link. Ja, die Rechtsprechung ist ungefähr so, aber kein Urteil definiert den Begriff des "Zuviel". In Deinem Link wird aber z.B. die Zuchtgruppe als möglicherweise kritischer Besatz bzw. "Zuviel" genannt. Im Übrigen sprichst Du genau aus, was ich gedacht hab.


    Ich hab auch schon mal mit meinem TA darüber gesprochen. Ich werd ihn wohl mal herholen, damit er sich das Ganze auch im Haltungszustand selbst ansieht. Wenn die Vermieterin weiß, dass der TA dazu ein positives Urteil abgibt, ist sie evtl. auch anders eingestellt.


    Liebe Grüsse


    Ulli

  • Guten Morgen Ulli,


    einen Tierarzt hinzuziehen, finde ich eine gute Idee. Zumindest meine TÄ und ihre Urlaubsvertretung kennen sich sehr gut mit artgerechter Hamster/Kleintierhaltung aus.


    Ich selbst habe zwei Kaninchen in Außenhaltung. Egal ob damals, als ich noch ein eigenes Haus und Garten hatte oder jetzt in der Mietwohnung mit Balkon und kleinem Vorgarten, irgendein Nachbar fühlte sich beim Anblick des doch wuchtigen Kaninchenstalls sofort belästigt. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, denjenigen freundlich zur sofortigen "Nah-Besichtigung" einzuladen. Bei der ersten Nachbarin damals im Eigenheim war die Sorge, es können Geruch enstehen, der zu ihr auf die Terrasse gelangt und es könnten vermehrt Fliegen auftreten. Beides konnte sie vor Ort selbst "untersuchen". Sie war ganz erstaunt, dass es weder roch, noch dass auch nur eine Fliege zu sehen war.


    Hier im Mietobjekt wurde mir ohne freundliche Begrüßung sofort damit gedroht, den Vermieter einzuschalten. Ich erklärte dann freundlich und ruhig, dass ich von diesem die Genehmigung für diesen Außenstall habe. Dann fragte ich nach, ob er Angst vor Geruchsbelästigung hätte. Nein, dieser hatte Angst, dass jemand über meinen Kaninchenstall auf seinen Balkon gelangt. Ich habe das Dach, das über dem Futterfach angebracht ist, gegen ein filigranes Dach ausgetauscht. Es muss unterm Balkon ja nur optisch den Stall abrunden (ich habe einen überdachten Balkon und der Stall ragt nur einen fußbreit unter dieser Überdachung hervor und dort sollte ein Einbrecher eine Steighilfe haben ...) Mittlerweile ist dieser Mietnachbar sogar sehr interessiert an meinen Zwei'n und nimmt aktuell auch Anteil an der Sorge um meine alte Häsin, die erkrankt ist.


    Nun ist es bei Dir ja ausgerechnet die Vermieterin selbst. Hast Du denn versucht, sie selbst schon mal zu einem Besuch einzuladen und ihr alle Fragen zur Hamsterhaltung zu beantworten? Vielleicht zu einer Tageszeit, wo das ein oder andere Tierchen wach ist und Du kannst so die Bedenken bei ihr abbauen.


    Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.


    Liebe Grüße, Susanne

  • Noch ein Gedanke zur Anzahl der Tierchen im eigenen Zuhause. Als ich ein großes Haus und Garten hatte, mein Sohn noch klein war, war ich mit den beiden Kaninchen ausgelastet. Ich war damals neben Haushalt, Kindererziehung und Beruf in die Nachbarschaft und das Gemeindeleben stark eingebunden und obwohl ich am liebsten jedes Tier in Not retten möchte, habe ich es dabei belassen, nur ein Kaninchen in Not zu mir zu nehmen plus einem Partner für dieses Notfellchen. Die beiden hatten einen Biogarten für einen ganzjährigen Auslauf und waren bzw. sind zutraulich wie Hundchen. Wenn ich im Garten Pflanzen eingraben wollte, saß immer einer von beiden auf meiner Schaufel und ich kam mit meiner Arbeit nicht voran :D Wenn ich dann glücklich eine Pflanze eingepflanzt hatte, kam meine Häsin, buddelte diese wieder aus und verschleppte sie :tock:


    Heute habe ich einen Hund zu meiner kleinen Nagerbande und damit ist meine persönliche Kapazität erschöpft. So gerne ich noch einem Notfellchen eine Unterkunft geben möchte, das wäre dem Tierchen gegenüber nicht fair, da ich dann nicht mehr allen gerecht werden könnte. Also spreche ich immer alle Menschen beim Gassi-Gehen an, wenn ich von einem Notfellchen weiß, das ein neues Zuhause sucht. Das klappt meist wie ein Schneeballsystem und meist hat das Tierchen sogar recht schnell ein neues und gutes Zuhause.


    Ich könnte mir also vorstellen, dass ein verantwortungsvoller Richter nicht nach der Größe der Wohnung entscheidet, sondern eben das Ganze mit einbezieht. Von daher finde ich es gut, dass es hier keine gesetzlichen festgelegten Zahlen gibt. Einer ist mit einem Hund überlastet, ein anderer wuppt einen ganzen Zoo.


    Toll finde ich Deine Haltung, Dich selbst zu hinterfragen, wo bei Dir Deine Grenzen sind. So stelle ich mir verantwortungsvolle Tierhaltung vor. Ein dickes Lob von mir :applaus:

  • Hallo Neela,


    solltest du allerdings eine Zucht betreiben, kann dir das in zum Wohnen gemieteten Objektenehr sehr wohl untersagt werden.
    Was nicht bl0ß dem Tierschutzgesetz juristisch Rechnung trägt, sondern auch vielen Bürgern ein besonderes Anliegen ist.

    Liebe Grüße

    Eva

  • Ich finde es unglaublich, was für einen Schnickschnack und Heckmeck man veranstalten kann, um ein Tier zu haben. Zumal die ja ohne Erlaubnis zu halten sind.


    Ganz persönlich würde ich nun sagen, so lange die anderen nicht durch Geruch oder Lärm der Tiere beeinträchtigt sind, spielt das keine Rolle, was du in deinen 4 Wänden machst.


    Ein ganz anderes Problem möchte ich aber an der Stelle kurz ansprechen. Viele Tiere machen auch mehr Müll. Wenn man seinen Tiermüll ewig in die Tonne wirft, sind diese schneller voll. Aber man kann seinen Tiermüll ja auch auf dem Bauhof entsorgen und dann ist auch dieses Problem aus der Welt. Wir hatten das nämlich hier mal gehabt, dass es hieß, die Tonnen wären so schnell voll. Seitdem wird das extra entsorgt und fertig. Selber werfen sie alte Auto Fußmatten, alte Pfannen und anderes rein, aber bei den Nachbarn dann gucken, ob Streu dabei ist. Aber ich bin kein Mensch, der gerne Streit hat, darum entsorgen wir anders und fertig.


    Ansonsten ist das wohl sehr lächerlich, dass ein Tier zu viel Feuchtigkeit ausatmet. Egal, ob Mensch oder Tier, man ist verpflichtet seine Mieträume für bestimmte Zeiten täglich zu lüften. Wer das nicht macht, verstößt im Endeffekt auch gegen die Vorlagen und Richtlinien. Wir hatten in der alten Wohnung unter uns Nachbarn die NIE auf hatten und da schimmelte es dann. Super ekelhaft! Und die lebten in einer 2 Zimmer Wohnung meist mit 2 Erwachsenen, 3 Kleinkindern und einem Baby. Das fand ich wirklich heftig und da braucht man sich dann nicht wundern, wenn es schimmelt. Eine 2 Zimmer Wohnung ist eben nicht für so viele Menschen gemacht und dann ist das mit der Feuchtigkeit schon ein Thema.


    Ich habe hier ohne das der Vermieter das weiß 7 Mäuse und 1 Hamster. Wir haben 3 Käfige und leben in einer 4 Zimmer Wohnung auf 100 m². Sind 2 Erwachsene und ein Kind.
    Bei uns stehen alle Käfige in einem Raum und den finde ich schon recht voll mit Tieren. Kommt auch auf die Raumverteilung und den Schnitt der Wohnung an. Und auf das eigene Empfinden.
    Wir werden nach den aktuellen Mäusen keine neuen mehr aufnehmen und weiterhin dann jeweils einen Hamster haben.


    Aber es muss ja jeder selber wissen, wie er wohnen möchte und wie es einem gefällt!!! Das ein Vermieter sich so lächerlich macht, finde ich peinlich.


    Hoffe du bekommst keine Schwierigkeiten, aber normal sollte das ja kein Thema sein.


    Ich kenne bei "zu vielen Tieren" nur ein extrem Beispiel. Unser Kater, den wir früher hatten, kam aus einer Wohnungsverwahrlosung. Da lebten sehr, sehr viele Katzen und die Frau mitten im Müll. Der Tierschutz holte die Tiere ab. Unser Kater war total abgemagert als wir ihn aufgenommen haben. Wir hatten dann eine Katze, die übrigens in keiner Wohnung Schaden anrichtete.

    Liebe Grüße

    Tanja ^^

  • Die Entsorgungsfrage ist in dem Fall wohl kein Thema. Ich hab eigene Tonnen, auch für Biomüll, außerdem fahre ich alle ein bis zwei Wochen mit den in der Garage gelagerten verschlossenen Säcken mit Einstreu/Sand zur Deponie (bei einem bestimmten Gewicht, also etwa nach zwei Wochen Sammeln = ca. 50 kg, überschreitet man die Grundgewichtsgrenze, an der Deponie zahlt man nämlich immer eine bestimmte Grundgebühr). Die Tonnen stehen in der Einfahrt vor der Garage (die etwas größer ist, da sind auch noch Regale drin an der Seite und vor dem Auto, da kann man also auch noch was abstellen), den Bereich darf sonst keiner nutzen.


    Speziell jetzt für meinen Fall dürft Ihr davon ausgehen, dass Nachbarn nicht tangiert sind und die Haltung wohl kaum zu beanstanden ist (hab mir bisher von Nichthamsterhaltern nur erfreutes Erstaunen und von Hamsterhaltern Zustimmung eingefangen). Aus meiner Sicht konzentriert sich die Grundfragestellung in meinem Fall auf die Anzahl.


    An dieser Stelle schonmal/nochmal vielen Dank für die Denkanstösse, die Ihr mir schon gegeben habt.


    Liebe Grüsse


    Ulli


    Edit: Ich nehme die Vermieterin schon ernst. Immerhin geht es ja um ihr Eigentum. Ich würde ihre Interessen ja mißachten, wenn ich z.B. die Hamster beim Auslauf herumlaufen lassen würde, so dass z.B. die Fußleisten angenagt würden oder ohne Aufsicht wären. Mir geht es nur um die Abwehr der Forderung, soweit sie wirklich unberechtigt ist. Wenn also wirklich alles sonst in Ordnung ist, kann sie nur einen Anspruch haben, wenn letztlich, s.o., die Zahl die "Hobbygrenze" überschreitet.

    Einmal editiert, zuletzt von Neela ()

  • Hallo,


    vielleicht geht die Vermieterin auch einfach nur davon aus, dass die Hamster frei rumlaufen, alles anknabbern und es bei Dir nach Tier mieft? Laß sie doch schauen. Wenn sie merkt, dass alles sauber ist und es keinen Lärm macht, dann ist sie wahrscheinlich beruhigt.


    Wir leben übrigens mit 4 Menschen und momentan 8 Hamstern auf 60 qm


    Kannst ja mal anmerken, dass einige Hamster sicher weniger Atemluft ausstoßen, als es z.B. 2 Personen machen würden, die in der Wohnung leben.


    Mein Mann ist übrigens auch Jurist, ich werd ihn demnächst mal fragen, er ist leider noch eine Woche auswärts


    LG
    Schauti

  • Hallo, Schauti,


    genau, ich hoffe, sie wird es nach der Besichtigung anders sehen. Deinem Mann kannst Du schon mal sagen, Juris hätte ich zum Thema Kleintierhaltung schon abgeklappert :D .


    Liebe Grüsse


    Ulli

  • Dazu muss man aber mal generell sagen, ob man sich nun Tiere hält, oder mit Kindern, oder auch ohne Kinder lebt. Etwas kaputt gehen kann, oder könnte, immer. Und wenn ich zur Miete wohne, muss ich den Schaden eben dann ersetzen, habe eine Kaution hinterlegt, etc. Eigentlich ist also selbst das ein seltsames Argument.
    Wir hatten wie gesagt in der letzten Whg eine Katze. Eigentlich wären die auch verboten gewesen, aber ich konnte ohne nicht einziehen:D. Die Vermieterin machte eine Ausnahme und es war nie ein Thema. Störte auch keinen im Haus sonst. Bei der Übergabe war der Kater leider schon tot, wir hatten keine Macken von der Katze, aber wenn, dann hätten wir das ersetzt.

    Liebe Grüße

    Tanja ^^

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