Das Gitter ist interessanter als alles andere...

  • Hallo,


    wir haben seit einer Woche Nugget im Haus, vermutlich 10-12 Wochen alt, vermutlich weiblich, aus einer Zoohandlung.
    Sie lebt in einem 100x50 Käfig mit zwei Ebenen über dem Boden und entsprechenden Rampen. Ein großes Laufrad aus Holz (geschlossen) hat sie auch, ebenso


    Am Anfang haben wir wohl ein paar Fehler gemacht:
    - das erste Haus hatte definitiv zuviele Öffnungen (Fehlkauf), ist trotzdem sofort bezogen worden. Wir haben es am zweiten Abend ausgetauscht.
    - die ersten Tage gab es zuwenig Wasser. Wir hatten dank schlauem Ratgeberbuch auf die Flasche vertraut und einen zu kleinen Napf. Sie war aber Flaschen nicht gewöhnt.
    - am ersten Abend gab es viel Unruhe um den Käfig herum
    - das erste Sandbad war viel zu klein.


    In den Tagen danach haben wir nachgebessert:
    - das Heu im Haus durch Watte ergänzt (wie ich dank des Forums jetzt weiß, auch nicht ideal, wird ausgetauscht)
    - die identifizierte Pinkelecke mit einer Dreiecksschale ergänzt etc
    - das überflüssige Haus als Spielecke mit eingesetzt


    Sie schien sich auch gut einzuleben: das Rad wurde fleißig genutzt, das Sandbad ebenfalls, der ganze Käfig gut erkundet, Futter aus allen Ecken und Stellen gesammelt, Hände interessiert beschnuppert. Allerdings wurde die Pinkelecke nicht mehr akzeptiert, das wurde fortan im Haus bzw. einer anderen Ecke gemacht.


    Schon am zweiten Tag nach Einzug fing sie aber auch an, an einer Ecke fleißig am Gitter zu nagen.


    Im Vertrauen auf das Ratgeberbuch haben wir sie die erste Woche (also bis heute) nicht rausgelassen. Vermutlich dadurch wurde das Gitter immer interessanter - viele Stellen wurden ausprobiert, da half auch kein Papphindernis. Auch Abstürze waren nach wenigen Sekunden ausgestanden.


    Wir waren und sind uns bisher immernoch unsicher: ist es zu langweilig? Oder ist der Käfig "verstörend" und regt zur Flucht an?


    Heute haben wir den ersten Auslauf erfolgreich versucht. Nach einer halben Stunde im Bad mit Spielzeug war sie müde und steuerte die tragende Hand auch direkt an. Im Käfig haben wir das Häuschen nochmal umgestellt, das Heu endgültig entfernt, das Sandbad durch eine Lasagneform voll Sand ausgetauscht etc.
    Die Watte ist noch drin, wurde aber durch Klopapier ergänzt und fliegt in den nächsten Tagen raus. Das Klopapier wurde sehr begeistert angenommen, ebenso das Lasagne-Sandbad.


    Nichtsdestotrotz ruft nach ein paar Minuten wieder das Gitter, und sei es noch so unbequem zu erreichen. Sie knabbert, lässt sich dabei aber anfassen und auch behutsam vom Gitter wegziehen. Reicht man ihr das heiß begehrte Klopapier, wird es in die Backe gestopft, um erstmal weiter am Gitter arbeiten zu können. Anfassen lässt sie sich also problemlos, Gewicht hat sie auch schon sichtbar zugelegt.


    => Wir schwanken zwischen zwei Gedanken:
    - die Woche war zu lang, es ist zu langweilig, und das Gitterknabbern ist als Freizeitgestaltung schon fest eingebrannt
    - irgendwas übersehen wir, und sie hat ein Problem mit ihrer Behausung bzw. wird gestresst.


    Was denkt Ihr? Stressen wir sie zu sehr, oder langweilen wir sie? Leider sind die entsprechenden Lösungen sehr gegensätzlich und wir wollen sie nicht unnötigen Experimenten aussetzen :(

    Einmal editiert, zuletzt von MichaCGN ()

  • Hey,
    eine "Ferndiagnose" lässt sich da natürlich kaum treffen, aber ich würde mal ganz frei vermuten, dass ihr langweilig ist. Handelt es sich um ein Gold-/Teddyhamsterweibchen? Die haben ganz grundsätzlich in vielen Fällen eine Menge Flausen im Kopf und randalieren ordentlich. Aus diesem Grund würde ich niemandem empfehlen, ein Mittelhamsterweibchen im Gitterkäfig zu halten... da kommt es einfach häufig dazu, dass überschüssige Energie am Gitter ausgelassen wird. Auch ein Holzkäfig eignet sich da oft nicht, weil dann daran genagt wird.


    Vielleicht kannst du mal ein Foto vom Gehege einstellen, dann kann man dir vielleicht Tipps geben, was du noch tun könntest, damit das Gehege genug Abwechslung bietet, aber ohne dich desillusionieren zu wollen: Wenn ein Mittelhamsterweibchen erstmal ein "Projekt" hat, dann haben die da oft erstmal einen Tunnelblick und Durchhaltevermögen.


    Grundsätzlich halte ich nicht zwingend etwas von einer strikten Eingewöhnungszeit. Wenn der Hamster sich zurückzieht nach einem Umzug, dann sollte man ihn nicht zwingen, aber wenn der Hamster offensichtlich Beschäftigung möchte, dann muss man ihm das m.E. nicht verwehren. In diesem Fall wäre ich jedoch aus anderem Grund vorsichtig: Nicht selten verkaufen Zoohandlungen trächtige Weibchen. Bei manchen ist das Masche, andere können einfach nicht die Geschlechter richtig trennen. Gerade wenn du sagst, sie hat schon zugelegt... naja. Das muss nichts heißen, ich bin aber immer skeptisch, wenn ein Hamster aus dem Zooladen kommt und würde gerade bei einem Weibchen 19 Tage Trächtigkeitsquarantäne abwarten, bevor man Ende einen Hamsterwurf im Auslauf hat...

    Lg
    cabba

  • Hallo Cabba,


    vielen Dank! Wir haben jetzt den Auslauf gestern und heute mit Parcours in Bad und Flur erweitert. Danach war auch das Gitter nur teilweise interessant. Dafür wurden vergangene Nacht Tunnel durchs Streu getrieben, so dass das Rad fast umkippte.


    Heute haben wir nochmal umgebaut: eine Ebene etwas höher gehängt, Baumstamm raus, dafür einen Karton mit Streu zum wühlen rein (sonst sind es halt nur 3-5 cm, da geht mehr Tiefe). Zudem haben wir ein Röhrensystem unter der Käfigdecke installiert.


    Nach dem Aufwachen herrschte viel Unsicherheit: jeder Schritt war vorsichtig - selbst auf den bekannten Rampen, die nur etwas unterschiedliche Steigung hatten. Die Röhren wurden schnell bekrabbelt, aber Nugget hat sich teilweise beim untersuchen vor sich selbst erschreckt...


    Wir haben dann nochmal einen intensiven Auslauf gemacht und in der Zeit eine Käfighälfte sowie das Haus komplett gereinigt - damit sind Heu und Watte endlich raus. Das Papier im Haus haben wir aber gelassen. Nach der Rückkehr herrschte wieder viel Unsicherheit. Da wird alles Papier, was wir bereitgestellt hatten, in die Backen gezogen, und trotzdem erstmal das Gitter kurz bearbeitet. Schlussendlich wurde das Haus aber wieder bezogen und es herrscht gerade Ruhe.


    Jetzt müssen wir hoffentlich erstmal nichts ändern und haben mehr zu bieten.
    Anbei zwei Fotos vom jetzigen Layout. Unten steht mittig das Haus, unter dem grauen Napf ist eine Kontrollöffnung. Rechts das Rad, links unter der Ebene ist Pinkelecke und daneben der Karton mit mehr "Streu-Tiefe" zum Graben.
    Auf der ersten Ebene steht das Sandbad, auf der zweiten geht es in die Röhre, die unter der Decke lang läuft.
    Hast Du noch Ideen?



    Meiner Ansicht nach ist der Käfig jetzt auch für den von Dir angedeuteten Nachwuchs-Fall sauber genug - im Notfall müssen nur noch eine Rampe und das Rad raus und der Wassernapf eine Ebene hochgestellt werden. Da der Körperumfang sich in den letzten Tagen aber nicht weiter verändert hat, hoffe ich mal das Beste ;)

  • Huhu,ich hoffe es ist ok wenn ich etwas zum Käfig schreibe. Also dieses Plastikröhrensystem ist leider gar nicht geeignet für die Nasen. Das Sandbad ist halt sehr offen und der Hammi hat da keinerlei Schutz. Mögen viele nicht. Und es ist jalt zu niedrig Eingestreut. Wenn du unbedingt den Gitterkäfig behalten möchtest würde ich mit Plexiglas oder ähnlichem die Streukante erhöhen. Ansonsten würde ich mich bei Ebay oder so nach einem Glasterra oder altem Aqua umschauen. Für nen Goldi auch gern größer als der Käfig. Das würde ich dann einmal richtig tief Einstreuen und artgerecht einrichten,statt jetzt immer wieder was umzumodeln. Leider ist das Laufrad auch nicht geeignet wegen der Sprossen. Diese Wippe würde ich auch gegen eine Korkröhre austauschen. Da haben die Nasen mehr Freude dran. Auch Erlebnisfutter wie Flachs,Hirse ect. vermisse ich. Sorry das war jetzt ne ganze menge. Aber wirklich nicht Böse gemeint :) . Vielleicht schaust du dir mal den Thread mit Gehegebeispielen an. Dort findest du artgerechte Gehege und viele Ideen.

  • Meine Nase möchte es auch nicht das dass Sandbad so offen stand. erst als ich es unter eine Ebene positioniert habe, hat er sich darin pudelwohl gefühlt. Von mir auch ein Tip, verändert jetzt nicht jeden Tag das Gehege, das ist Stress pur für die kleinen. Das habe ich auch lernen müssen. Ich brauchte nur ein Kieselstein woanders hinlegen schon war Alarmstufe rot bei meiner Fellnase. Wie aber auch schon Dsungie2014 schrieb, hier im Forum gibt es viele tolle Beispiele für ein schönes zuhause für die kleinen, denn meine Käfige waren ähnlich aufgebaut wie euer Käfig. Jetzt bastel ich ein großes Gehege. :hamsterdrehen:

    Liebe Grüße Chris :hsmiley:


    Pate von Jeju, Patti, Alea und Marisol



    Was denkt ein Zwerghamster??
    "Gott ist groß, der Mensch ist klein, ich muß wohl dazwischen sein..." :hgrins:

  • Hey,
    ihr gebt euch ja schon wirklich Mühe und ich hoffe ihr nehmt es mir nicht krumm, wenn ich an ein paar Dingen ein bisschen "rummeckere".


    Insbesondere diese Plastikröhre möchte ich nochmal aufgreifen, denn diese muss wirklich unbedingt raus! Der Durchmesser ist für einen Goldhamster viel zu klein und im "schlimmsten" Fall überlegt sich der Hamster, dass man ganz hinten am Ende der Röhre sein Nest bauen könnte - dann Prost Mahlzeit!
    Darüber hinaus finde ich die Fallhöhe von den Aufgängen und Ebenen zu hoch. Hamster fallen oder springen zwar nicht immer und verletzen sich oft auch nicht, aber es reicht ein ungünstiger Sprung/Fall und der Hamster schlägt z.B. auf die Kante vom Haus und kann sich böse verletzen. Insofern sollten die Ebenen unbedingt niedriger angebracht werden, ggf. muss man dann das Laufrad nochmal umorganisieren. Das sind so die Dinge, die m.E. ganz dringend geändert werden müssen, weil sie eine GEfahr für den Hamster darstellen.


    Ansonsten fehlen im Gehege viele Beschälftigungsmöglichkeiten, damit eure Hamsterdame sich auch im Käfig gut beshäftigen kann. Damit eine ich gar nicht das, was so landläufig als Hamsterspielzeug verkauft wird (z.B. Wippen, Buddeltürme, Klettergerüste o.ä.), sondern Einrichtung wie Korkröhren, Tunnel, Buddelboxen u.v.m. Wenn das Gehege schön strukturiert ist und es dort vieles gibt, durch das der Hamster durchwuseln kann, dann ist das schon mal um ein Vielfaches spannender als "nur" übers Streu zu laufen und ne Runde zu radeln. Ganz ganz wichtig ist hier auch hohes Einstreu. Das ist in einem Käfig wegen der Wanne schwer umzusetzen, aber man sollte zumindest bis zum Wannenrand einstreuen. Das führt natürlich dazu, dass auch immer wieder Einstreu an der Seite rausfällt, aber anders lässt sich eine ordentliche Einstreuhöhe gar nicht realisieren. Für Mittelhamster sollte die Einstreu sowieso eigentlich noch höher sein als die Käfigwanne, dafür müsste man dann aber die Gitterstäbe innen z.B. mit Plexiglas verkleiden.


    Anregungen für Einrichtung und Beschäftigungsmöglichkeiten findet ihr auch in unserem Ratgeber: http://www.hamsterhilfe-nrw.de/?page_id=811


    Auch ich würde euch empfehlen, euch mittelfristig nach einem größeren Gehege umzusehen, welches die Möglichkeit bietet, hoch einzustreuen. Denn nur darin kann man einem Mittelhamterweibchen halbwegs gerecht werden. Denn wenn sie jetzt schon ihren Unmut durch Gitternagen zum Ausdruck bringt, dann kann man da - füchte ich - mit veränderte Einrichtung zwar ein Stück weit entgegenewirken, wird jedoch nie die zu geringe Größe (denn ein 100x50cm großer Käfig ist innen keine 5000cm² groß!) und die mangelnde Einstreuhöhe ausgleichen.

    Lg
    cabba

  • Hallo!
    Vielen Dank für die Tipps, die ich später nochmal aufgreifen werde.


    Derzeit sind die genannten Themen sehr sekundär geworden ==> es raschelt nämlich im Häuschen, auch wenn Nugget gar nicht drin ist. :D Dafür ist sie deutlich schlanker - und hat beim Überreichen des Abendessens direkt auch mal zugebissen || Das erklärt auch die Unruhe nach dem Umbau gestern, was wohl wenige Stunden vor der Niederkunft war.


    Was ich gelernt habe: die nächsten Tage nichts am Käfig ändern, bloß nicht ins Nest gucken, viiiel Futter rein, gerne auch ein bisschen Quark - und sonst absolut in Ruhe lassen. Geputzt haben wir ja Samstag erst.


    Der Wassernapf wird in Kürze auf die erste Ebene umziehen, in ein paar Tagen dann Laufrad und Kletterstege rauskommen.


    Doch stellt sich schon jetzt die Frage: was machen wir in einigen Wochen mit dem Nachwuchs, so er denn durchkommt?

  • Nachwuchs?
    Im der Navigationsleiste findest du unter dem Punkt Aufnahme mehrere Ansprechpartner mit Telefonnummer.
    Bitte setze dich *** so schnell wie möglich*** mit einer der Personen in Verbindung!
    Es gibt für die Babies viele Gefahren im Gehege und die Mutter braucht Unterstützung!
    Bitte nicht zögern!


    Sofortmaßnahmen: das Laufrad und die Rampen entfernen! Die Babies werden abstürzen, wenn sie beginnen, herumzukrabbeln! Am Laufrad können sie eingeklemmt und zerquetscht werden!
    Gruß
    Barbara

    Barbara mit

    Susi

    Lucy

    Pepe -22.08.23

    Merlin -24.02.23
    Arnie -2.9.21

    Wyatt -24.7.21
    Indy -25.10.19
    Rolf -17.7.19
    Miro -29.7.18
    Monty -3.1.18
    Erwin -7.11.16
    Mephi -30.8.16
    Sammy RBB -6.12.15

    Einmal editiert, zuletzt von Barbaraber ()

  • Wenn nur die Rampen raussgenommen werden könnte es passieren das sie am Gitter hochklettet um auf die Ebenen zu kommen. Gerade wenn sie mal Ruhe vom Nachwuchs möchte. Hat sie überhaupt ein Haus das groß genug ist? Ich würde das Plastikröhrensystem und die Ebenen raussnehmen. Viell. auch irgendwas aus Pappe basteln das die kleinen später nicht gleich am Gitter hochkraxeln. Und einen Sandbereich unten abteilen. Bitte keinesfalls das schwere Keramiksandbad nach unten ins Streu stellen. Wenn das unterbuddelt wird ist das Gefährlich. Und ob das jetzt allet so lustig ist :S . Die Mama ist sicher mega gestresst und im Käfig warten für die Jungen Gefahrenquellen. Die würde ich beheben und dann nichts mehr verändern. Mindestens 2/ 3 große Handvoll Futter täglich,viel Eiweiß und FF,sowie ausreichend Nistmaterial wie Kapokwolle oder unbedrucktes Toipapier. Aber ich denke jemand vom Team kann dir da besser weiterhelfen. Viel Glück

  • Hey,
    ohje, ich hatte eigentlich gehofft, dass ich mit meinen Befürchtungen nicht Recht behalte...
    Wie ja schon gesagt wurde: Bitte möglichst zeitnah mit uns in Verbindung setze (z.B. unter aufnahme@hamsterhilfe-nrw.de), dann finden wir sicher eine Möglichkeit, die Babys aufzunehmen, wenn es soweit ist!


    Was es im Hinblick auf den Nachweuchs zu beachten gibt, findest du hier: http://www.hamsterhilfe-nrw.de/?page_id=924


    Bei weiteren Fragen lieber einmal zu oft fragen als einmal zu selten!

    Lg
    cabba

  • Sofortmaßnahmen: das Laufrad und die Rampen entfernen!

    Das Laufrad bitte noch so lange drin lassen bis die Kleinen anfangen das Haus/Nest zu verlassen. Das Rad sollte der Mutter schon so lange wie möglich zur Verfügung stehen, es tut ihr gut um den Stress abzubauen.


    Caro ja hier ja schon eine Mailadresse angegeben an die du dich wenden kannst, sicher können wir dir da weiterhelfen :)


    Jetzt erstmal alles Gute für Mama und Nachwuchs :goodluck:

    Liebe Grüße, Melle

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank erstmal für den zahlreichen Input!
    Wir (in dem Fall meine bessere Hälfte) haben heute mit Caroline telefoniert und einiges bezgl. der Zukunft des Nachwuchses besprochen.
    Den Link zur ungewollten Aufzucht hier hatten wir auch schon gefunden, danke für die gute Aufstellung!


    Es ist heute Abend ruhiger im Käfig als gestern. Nugget war vorhin kurz draußen, hat sich zerzaust über das Futter hergemacht, den Quark weggeleckt und ist dann wieder ins Haus verschwunden, wo sie mit einem kurzen Fiepen begrüßt wurde. Rituale wie strecken, am Gitter knabbern, durchs Rad huschen und bestimmte Routen ablaufen fielen aus. Es raschelte kaum im Haus, eben hat es kurz gefiept. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie es darin aussieht, wieviel Nachwuchs es gibt, wieviele bislang überlebt haben etc. Manchmal frage ich mich, ob wir uns das alles nur einbilden - aber dafür ist Nugget viel zu beschäftigt und das Fiepen bei der Rückkehr zu herzig.
    Toilettenpapier war übrigens weiterhin der Hit.


    Ganz fit bin ich selber nicht - die Sorge, etwas falsch zu machen und die (unbekannten) Kleinen zu gefährden, ist groß, die letzte Nacht war entsprechend schlaflos.



    Ich versuche mal, auf möglichst viele Punkte einzugehen.


    Die nächsten Tage
    Wir haben die Röhren in einer Blitzaktion entfernt und den Wassernapf auf die mittlere Ebene gestellt. Schon vor der Geburt hatten wir die Wühlbox auf dem Foto wieder durch einen Baumstamm ausgetauscht, da der verwendete Karton nicht ideal war.


    In einigen Tagen werden wir die untere Rampe entfernen und (leider mit etwas Lärm verbunden) die gesamte obere Ebene, irgendwann dann auch das Laufrad (Jetzt hätte ich zuviel Sorge, dass die Änderung Nugget stresst). Nugget wird mit Hilfe des Baumstammes oder des Gitters trotzdem auf die mittlere Ebene ans Wasser kommen, die Kleinen werden das erstmal nicht packen. (Nugget wollen wir auch gar nicht daran hindern - es geht nur um die Kleinen, die nicht ans Wasser sollen!) Wir auch noch Pappe anbringen.


    Spätestens wenn die Kleinen so klettern können wie Nugget, werden sie es natürlich auch auf die mittlere Ebene schaffen und damit an den Wassernapf kommen. Dann scheint es sinnvoll, ihn durch eine Untertasse zu ersetzen, die recht flach ist, oder?


    Das Haus ist derzeit offensichtlich groß genug. Wir werden in ein paar Tagen ein zweites reinstellen, siehe unten. Das ist für den Fall, dass das Haus doch zu eng werden sollte.


    Die Sandbox wurde bis gestern schon regelmäßig von Nugget fleißig durchwühlt. Daher würde ich momentan nichts ändern. Wenn das Laufrad unten raus kommt wegen der Kleinen, kommt dafür eine zweite, kleine Sandbox rein.



    Der langfristige Plan
    Basierend auf euren vielen Vorschlägen wollen wir folgendes machen, wenn der Käfig wieder exklusiv für Nugget da ist:
    - die obere Ebene raus
    - die mittlere Ebene etwas tiefer
    - ein neues Korklaufrad auf die mittlere Ebene (da, wo heute das Sandbad steht)
    - eine Korkröhre zwischen Boden und mittlerer Ebene einführen
    - das Häuschen durch eines mit zwei Kammern ersetzen (wird ergänzend schon demnächst kommen, da das bisherige wohl bald zu eng wird)
    - ein Terrarium 30x30x30 mit Türen wird in den rechten Käfigteil wandern. Die Hängebrücke von der heutigen mittleren Ebene wird dann dorthin führen. Das Terrarium gibt es heute schon, ist mit Streu und Papier gefüllt und was als Auslaufunterhaltung am Samstag gedacht. Allerdings war da (wenige Stunden vor der Niederkunft) der Nestbautrieb viel wichtiger.
    - das alte Laufrad werden wir als Schüssel verwenden, nachdem die Halterung ab ist. Es wird mit Sand gefüllt in den Teil unten links unter der mittleren Ebene wandern.


    Dann sollten ein hinreichend großes, überdecktes Sandbox und eine schöne Wühlbox zusammen mit einem großen Haus und einem sprossenfreien Laufrad schonmal etwas mehr bieten.


    Perspektivisch haben wir auch schonmal Ausschau nach einem Aquarium gehalten. Leider werden auch da nicht mehr als 100x60 möglich sein, immerhin 10cm Tiefe mehr als heute.



    Jetzt geht es aber erstmal drum, die kleinen Fiepser wachsen zu lassen. Drückt uns die Daumen, dass wir Nugget nicht zu sehr stressen - wir wollen doch alle durchkriegen!



    Liebe Grüße
    Michael

  • Alles Gute für Mama und die Kleinen :daumendrueck:

    ..........auf den Punkt getroffen, das wünscht auch Familie stern. :genau: :goodluck:
    Michael das schafft ihr. :klatsch: :sunny: :goodluck:

    [align=center][align=center]Liebe Grüße von Petra, Matthes :hamster: und Piwi :katze:


    Bobby, Linus,Troll, Kimmi und Lady Sunshine ganz tief im :herzhuepf:
    [size=8]Alle meine Patenkinder im :herzhuepf:

  • Ich drück die Daumen, dass alles gut geht! Und auch wenn's schwer fällt, sich dann von den Babies zu trennen - sie sind früh geschlechtsreif und müssen dann nach Geschlechtern getrennt werden, sonst war das nicht der letzte Wurf. Aber da hilft dann ja die Hamsterhilfe.

    Barbara mit

    Susi

    Lucy

    Pepe -22.08.23

    Merlin -24.02.23
    Arnie -2.9.21

    Wyatt -24.7.21
    Indy -25.10.19
    Rolf -17.7.19
    Miro -29.7.18
    Monty -3.1.18
    Erwin -7.11.16
    Mephi -30.8.16
    Sammy RBB -6.12.15

  • Hallo,


    Nugget ist eine sehr wachsame, nervöse Mama: als sie gestern später rauskam, hat sie auf jede Bewegung von mir mit genauer Analyse reagiert. Das Zuschnappen der Futterdose hat sie zucken lassen. Der Käfig wurde aufmerksam untersucht, die Rampen sehr vorsichtig begangen. Als sie gegen den umgestellten Wassernapf stieß, machte sie einen Sprung, hat aber später davon getrunken. Gitterknabbern war zwischendurch auch wieder angesagt, wohl als Entspannungsmaßnahme. (Sie knabbert übrigens bevorzugt vorne links ganz oben, also weit über den Ebenen. Den Fall aus der Höhe hat sie schon einige Male in den letzten Wochen geübt.) Bin ich dann in Schnupperweite, wird das Knabbern sofort unterbrochen und die Situation erschnuppert - letzte Woche könnte man sie in der Situation problemlos streicheln und vom Gitter wegziehen, ohne dass die Zähne das Gitter losgelassen hätten.


    ==> sie ist also extrem angespannt und aufmerksam.



    Jetzt frage ich mich: wann ist der richtige Zeitpunkt für Ausbau der oberen Ebene, Wegnahme der unteren Rampe, des Laufrades und des Stammes, und wann bringen wir Pappe an - und wie hoch? Wenn Mama die Kleinen durch den Käfig schleift? Wann stellen wir das zweite Haus auf?


    Es ist ein Abwegen zwischen "könnte riskant sein" und "könnte Nugget total erschrecken".


    Danke übrigens für Eure guten Wünsche!

  • Halli Hallo :),


    im Ratgeber http://www.hamsterhilfe-nrw.de/?page_id=924 wird auch nochmal darauf hingewiesen:
    Bis die Babys mindestens 14 Tage alt sind darf gar nichts am Käfig gemacht werden, außer Futter und frisches Wasser geben. Nichts verändern. Nichts hinzufügen. Gar nichts berühren. Wenn die Mutter sich nicht sicher fühlt, besteht eine große Gefahr, dass sie die Babys töten wird.


    Die Kleinen verlassen frühestens mit 10 Tagen das Nest, da sind die Augen sowieso noch zu. Mama Nugget wird sie dann anfangs wieder einsammeln und ins Nest zurückbringen. Wenn die Babys das Nest verlassen (meist um den 10. Tag) muss das Laufrad erst entfernt werden.
    Richtig aktiv sind die Kleinen dann mit 14 Tagen, wenn die Augen aufgehen etc. dann würde ich die von dir genannten Dinge umsetzen


    So wie Du Nugget beschreibst, als extrem angespannt, könnte eine Veränderung zum jetzigen Zeitpunkt sie nur verunsichern und das bedeutet eventuell Schaden für die Babies!
    Also lieber auf Nummer sicher gehen und vorerst gar nichts ändern.

    Liebe Grüße von Anna mit :hund: Anton
    Und während die Welt ruft: Du kannst nicht alle retten, flüstert die Hoffnung: und wenn es nur einer ist...Versuch es!

  • Wenn die Babys das Nest verlassen (meist um den 10. Tag) muss das Laufrad erst entfernt werden.
    Richtig aktiv sind die Kleinen dann mit 14 Tagen, wenn die Augen aufgehen etc. dann würde ich die von dir genannten Dinge umsetzen


    Danke! Bei dieser Einschätzung habe ich mich schwer getan - gibt es vorher schon Risiken wie "Mama Nugget schleppt sie in die Röhre" o.ä. Deswegen ja der Röhrenausbau gestern. (Zugegebenerweise muss ich aber sagen: Sonntag Abend war sie noch lange nicht so gestresst wie gestern Nacht - sonst hätte ich mich nicht an die Röhren getraut.)


    Nugget hat sich heute wenig blicken lassen, wir waren aber auch wenig bei ihr im Zimmer, der Ruhe wegen. Aber es hat in der kurzen Zeit zweimal aus dem Haus gefiept, einmal etwas röchelnd (ob da jemand schlecht geträumt hat?). Mama hat sich den Quark geholt, die zwei Handvoll Trockenfutter von gestern sind allerdings noch zur Hälfte da. Vielleicht pickt sie auch nur bestimmte Elemente raus, wir haben nochmal eine Hand nachgelegt, Wasser gewechselt, zwei Blatt Klopapier spendiert und den Käfig sonst in Ruhe gelassen, sie also gar nicht selber gesehen heute.

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