Struvitkristalle bei Mochi

  • Hallo nochmal,


    ich konnte jetzt nochmal etwas Urin bekommen, Mochi hat wieder in den Auslauf gepinkelt und ich war zufällig zur Stelle.


    Die Analyse beim TA lässt mich aber sehr ratlos zurück:

    Es wurden minimal Kristalle gefunden (dauert das echt so lange, bis alle ausgeschwemmt werden? Ich füttere ja schon seit mehr als zwei Monaten kein gedüngtes Grünzeug mehr. Also die Quelle ist doch beseitigt).

    Habe auch nie wieder so eine seltsame kristallartige Pfütze gefunden. Er pinkelt oft in seine Kloecken im Auslauf, und alle Pfützen sehen wieder normal aus. Auch letztens, als er gepinkelt hat, sah er dabei für mich ganz entspannt aus.


    Es wurde wieder kein Blut gefunden.

    Die Leukozyten sind auf Null.

    Das spezifische Gewicht ist sehr gut, die Nieren arbeiten also laut TA sehr gut (er legt da irgendwie immer viel Wert drauf).


    Aber dafür sagt die Analyse jetzt Glukose im Urin :scared: Und zwar 50mg/dl

    Wo kommt das denn jetzt her? Ich habe natürlich sofort die Trinkmenge kontrolliert. Er trinkt nicht messbar. Weniger als 1ml, also ich konnte bislang keinen Verlust messen.

    Der TA fand die Glukose jetzt nicht schlimm. Ist das ein geringer Wert? Beim Googeln habe ich gefunden, dass Diabetestiere oft mehr als 2000mg/dl haben. Andere Quellen sagen wiederum, dass Glukose gar nicht nachweisbar sein sollte.


    Außerdem hatte der Urin einen PH Wert von 6,0. Das fand der TA komisch, sagte aber gleichzeitig, dass ein saurer Urin günstig für das Ausscheiden von Struvitkristallen ist. Er fand jetzt keinen Wert besonders besorgniserregend, er meinte nur, dass Mochi mehr Flüssigkeit aufnehmen sollte.


    Wieso ist der Urin jetzt sauer? Er bekommt doch nur pflanzliche Nahrung, der Urin sollte also alkalisch sein. Der Urin lagerte volle zwei Tage im Kühlschrank bis zum Test, kann das das Ergebnis beeinflussen? Das hab ich der TA Helferin aber gesagt.


    Das ist doch wirklich seltsam. Ich soll jetzt bei nächster Gelegenheit nochmal eine Urinprobe sammeln und wieder zur Analyse bringen.


    Ich würde ihn jetzt erstmal nicht auf eine Diabetesmischung setzen, solange er normal Durst hat, oder was würdet ihr machen?

    Viele Grüße,
    Silke mit Mame & Mochi und
    Cookie bei den Sternen

  • Aber dafür sagt die Analyse jetzt Glukose im Urin :scared: Und zwar 50mg/dl

    Wo kommt das denn jetzt her? Ich habe natürlich sofort die Trinkmenge kontrolliert. Er trinkt nicht messbar. Weniger als 1ml,


    Der Urin lagerte volle zwei Tage im Kühlschrank bis zum Test, kann das das Ergebnis beeinflussen?

    Mein erster Gedanke war, dass er beim Tierarzt evtl. gestresst war und deshalb Glukose gefunden wurde. Aber wenn der Urin zwei Tage alt war, dann liegt es wohl eher daran, dass die Ergebnisse durch die lange Lagerung verfälscht wurden. Untersuchter Urin sollte frisch sein. Also entweder er pieselt beim Tierarzt, oder wenn er daheim pieselt, dann sofort ab mit der Probe zum Tierarzt zum Untersuchen.

  • Huhu Silke,


    Ich würde mir auch keinen Kopf machen. Alle erklärbar :)


    Geringe Glucosemengen im Urin bedeuten noch lange nicht, dass ein Problem besteht.

    Man weiß ja, dass nach sportlichen Aktivitäten (vielleicht lief er gerade im Rad) und Stress physiologischerweise Glucose ausgeschieden wird.

    Sind die Trinkmengen okay, sollte er sein ganz normales Futter bekommen.


    Die Kristalle scheinenja keine Probleme auszulösen. Nach Fehlernährung können sie sich in den Nierenkelchen sammeln und hin und wieder wird etwas davon ausgespült (besonders auch nach Anstrengung, was zu der Glucosespur passen würde).

    Das kann schon über einen längeren Zeitraum hinweg geschehen. Solange es nur wenige kleine sind, bleibt das mit ein bisschen Glück symptomatisch unbemerkt.


    Über den PH-Wert würde ich mir ebenfalls keine Gedanken machen. Dieser Wert ist oft verfälscht, besonders bei älterem Urin - und die Sticks sind auch fehleranfällig. Z.B. wenn Vitamin C über die Nieren ausgeschieden wurde, was Hamster öfter tun, da sie über das Frifu mehr aufnehmen, als sie davon benötigen.

  • Huhu,


    Vielen Dank für eure Antworten!

    Das beruhigt mich sehr! Hab die letzten Nächte kaum geschlafen, mein Mann hat schon geschimpft :pinch:

    Dann wird nur noch werktags Urin gesammelt, wenn der TA offen hat. Aber ich werde den Urin und die Trinkmenge engmaschiger kontrollieren.


    Man kann wahrscheinlich nichts tun, damit er mehr Flüssigkeit aufnimmt, oder? Er hat jetzt 3 Trinknäpfe verteilt herumstehen und ich mache das Frischfutter 2x tägl. neu, damit möglichst viel Wasser drin ist, wenn er dann mal was davon isst. Und ich versuche es hauptsächlich mit Gurke, Chicoree und Chinakohl, wobei ersteres eher nicht auf Begeisterung stößt.

    Viele Grüße,
    Silke mit Mame & Mochi und
    Cookie bei den Sternen

  • Schade, dass er Gurken nicht so mag. Die enthält nicht nur viel Wasser, sondern erhöht durch ihre Wirkstoffe auch die Nierenspülung.

    Aber wahrscheinlich steht Mochi nicht so drauf, weil er über das restliche Frischfutter auch so schon für einen Hamster reichlich Wasser aufnimmt.

    Da Zwerghamster aus kargen Gegenden stammen, benötigen sie keine Hochleistungsnieren, weshalb sie auch sehr wenig Wasser benötigen (0,5 bis 1 ml, maximal 2 ml, ist für sie eine optimale Trinkmenge). Wo kaum ein Überschuss an Nährstoffen aufgenommen wird, fällt auch wenig Abfall im Stoffwechselprozess an und muss somit auch viel weniger ausgeschwemmt werden.


    Und eigentlich ist es auch ein gutes Zeichen, dass er nicht mehr Wasser aufnimmt. Denn wenn spürbare Probleme auftreten, trinken die Hamster in der Regel automatisch mehr.

    Umgekehrt ist es für sie nicht so gut, zu viel Wasser aufzunehmen, wenn dies gar nicht nötig ist, da die Nieren eben im Grunde nicht auf erhöhte Spülkraft ausgelegt sind und dies nur im Notfall steigern, wie bei Diabetes und Grießen.

    Was dann aber auf Dauer die Gefahr des Nierenversagens durch Überbelastung birgt.


    Es steht also zu hoffen, dass das bisschen Grieß im einfach nichts ausmacht.

    Schlecht wäre es, wenn unter der erhöhten Nitritzufuhr die Nieren geschädigt worden wären, sodass sie nur nicht mehr genügend arbeiten können.

    Aber davon würde ich erst einmal nicht ausgehen, da er ja eigentlich ganz munter ist und es nicht aussieht, als würden nicht ausgeschiedene Schadstoffe ihm zu schaffen machen.


    Gurke würde ich ihm trotz allem immer anbieten, falls er zwischendurch mal seine Nierenleistung erhöhen möchte - die Tiere spüren das eigentlich und lange dann auch zu.

    Ansonsten kann man wohl froh sein dass er der Hamsternatur entsprechend nicht viel trinkt :)


    Mehrer Näpfe anzubieten ist sinnlos, weil Hamster ganz genau wissen, wo sich ihr Wasserstelle befindet.

    ;)

    Selbst wenn man sie umstellt, haben sie sie im Nullkommanichts wiedergefunden

    Liebe Grüße, Eva

  • Aber vielleicht schmeckt es aus einem anderen Napf ja besser? Unser Hund hat eine große Wasserschüssel im Flur stehen, die er auch nutzt. Das hindert ihn aber nicht daran, den kleinen Katzennapf in der Küche auszutrinken (kann aber auch nur Frust sein, weil er wieder kein Katzefuntter vorgefunden hat).

    Hamster sind ja auch gern eigenwillige Persönlichkeiten. ^^

  • Das hoffe ich wirklich nicht, dass die Nieren geschädigt wurden, aber bislang sieht der Wert für die Nieren im Urintest ja immer gut aus, laut TA zumindest. Ich versuche jetzt einfach mal optimistisch zu sein.

    Seine Nieren sollten natürlich durch zu viel trinken nicht überlastet werden, das stimmt auch wieder :/

    Viele Grüße,
    Silke mit Mame & Mochi und
    Cookie bei den Sternen

  • Heute haben wir wieder Mochis Urin getestet, musste sowieso mit Mame zum Krallenschneiden, diesmal konnte man gar nix finden, weder Kristalle, noch Glucose, noch Leukos oder irgendwas. Nur das spezifische Gewicht lag zum ersten Mal unter 1040 (bei 1038). Ich natürlich einen riesen Schock bekommen. Kurz vor Cookies Nierenversagen lag es bei ihm ja bei 1028.

    Aber der TA meinte, 1038 sei kein Grund zur Sorge. Er war sehr zufrieden mit dem Ergebnis heute.

    Mochi mampft in den letzten Tagen ordentlich Gurke (straft meinen Post da oben Lügen), vielleicht liegt es wohl daran, dass der Urin nicht so konzentriert war. Nur irgendwie beruhigt es mich überhaupt nicht, ich werde baldmöglichst wieder Urin testen lassen. Und entweder mit dem Kettenrauchen oder Schnapstrinken anfangen.


    Ich wundere mich aber noch über etwas anderes: Im Netz liest man überall, dass Hamsterurin immer milchig trüb ist. Mochis Urin ist aber immer ganz klar. Ist das bei Zwergen normal, und nur MH haben trüben Urin? Mame hat einmal auf sein Kartonhaus gepinkelt, ich meine mich zu erinnern, dass das auch nicht trübe war.


    Und welche Urinmenge ist wohl normal? Mochi pinkelt 2x tägl. in den Auslauf, insgesamt ca. 1ml. Ob er im Gehege unterirdisch auch noch pinkelt, weiß ich aber nicht. Aber er hält sich z.Zt. sehr oft im Auslauf auf, daher bezweifle ich das.

    Aber ich habe mich schon ganz zu Anfang, als er als Junghamster bei uns einzog, gewundert wie viel er pinkelt. Damals hat er noch sein MKH und darin immer nur 1 Kloecke benutzt. Da habe ich immer tägl. eine gute handvoll feuchtes Streu rausgeholt. Da er aber immer normal getrunken hat, hab ich mir da nie Gedanken drüber gemacht.

    Wieviel pinkeln den eure Zwerge so? Mochi ist relativ groß und hat so um die 57g.

    Viele Grüße,
    Silke mit Mame & Mochi und
    Cookie bei den Sternen

  • Ich wundere mich aber noch über etwas anderes: Im Netz liest man überall, dass Hamsterurin immer milchig trüb ist. Mochis Urin ist aber immer ganz klar. Ist das bei Zwergen normal, und nur MH haben trüben Urin? Mame hat einmal auf sein Kartonhaus gepinkelt, ich meine mich zu erinnern, dass das auch nicht trübe war.

    Auch der Urin von unseren MiHas ist relativ klar. Nur Krümels Urin war mal so richtig trüb, ehe seine ewige Blasenentzündung mit Gries losging, was für mich der Auslöser gewesen war, mich etwas mehr mit Hamsterfutter zu beschäftigen, Mehlwürmer & Co zu reduzieren und später das Futter selber zu mischen.

  • Ok, vielen Dank für die Info!

    Komisch...dann spricht trüber Urin ja eher für eine bestimmte Ernährung und man sollte ihn dann nicht physiologisch nennen. Sonst geht man ja automatisch davon aus, dass klarer Urin nicht physiologisch ist.

    Viele Grüße,
    Silke mit Mame & Mochi und
    Cookie bei den Sternen

  • Bei unseren zwei Hybriden ist er auch klar, also alles gut. Hinsichtlich der Menge kann ich gar nichts sagen, da z. T. mal etwas ins Streu geht, aber wenn die Trinkmenge ok ist, mache ich mir da keine Sorgen.

    Susanne
    mit Radieschen und Om Nom und mit Fussel und Coco ganz tief im <3

  • Schön, dass der Urin bei euren Nasen auch nicht trübe ist! Vielen Dank für die Rückmeldung!

    Viele Grüße,
    Silke mit Mame & Mochi und
    Cookie bei den Sternen

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