Eingewöhnung schiefgelaufen?

  • Hallo, wir sind neu hier. Unser dschungarischer Zwerghamster Karl (-Heinz) ist vor gut 1 1/2 Wochen bei uns eingezogen. pasted-from-clipboard.jpg

    Das Bild ist noch vom Vorbesitzer. (Gehege: 3 x 1,30 L x 0,65 B). Karl wohnte zunächst in der Mitte. Das hat er auch bis vorgestern in seinem Mehrkammerhaus gemacht. Nun er hat sich entschieden, mit Sack und Pack ganz unten in das Aquarium zu ziehen. Schuldbewußt glaube ich, dass wir zu oft im Haus geschaut haben, ob er noch lebt und er sich deshalb vielleicht gestört gefühlt hat. Nun wäre das an sich ja unproblematisch. Aber: Das untere Aquarium steht bei uns nun direkt unter der zweiten Ebene und ist nicht dafür ausgelegt, jede Woche/aller zwei Tage gereinigt zu werden. Das ist kompliziert, da viele Gänge verlegt sind und das Konstrukt natürlich zusammenfällt. Jetzt überlege ich, ob wir einfach erst einmal den unteren Teil absperren, damit er wieder oben wohnt. Ich finde auch keine nassen Ecken oder Ködel, so dass ich befürchte, dass Karl das auch "unten" erledigt. Was würdet Ihr tun? Natur ihren Lauf lassen oder sanft entgegenwirken?

  • Hamster buddeln gerne und leben in Tunnelsystemen, von daher entspricht das Wohnen im unteren Bereich auf jeden Fall seinen natürlichen Bedürfnissen. Das sollte man ihm auf jeden Fall lassen.

    Daher ist es immer empfehlenswert, das Haus nicht auf eine Ebene zu stellen, sondern auf Streu. Die meisten Hamster graben sich dann vom Haus aus ein wenig in die Tiefe, nutzen es aber trotzdem.

    Ihr könntet also versuchen das Haus untern in das Aquarium zu stellen, vielleicht nutzt er es dann wieder.


    Aber selbst, wenn nicht: meine Erfahrung ist, dass Hamster, die komplett unterirdisch im Streu leben, ihre Gänge meist schon selbst sauber halten. Dreckiges Streu wird irgendwann oben raus geschoben. Eine tägliche oder wöchentliche Reinigung des Aquas wäre also gar nicht notwendig.

    Ich denke, wenn sich größere feuchte Stellen bilden sollten, würdet ihr das schon sehen und könntet zur Not immer noch den entsprechenden Teilbereich sauber machen.

    Köttel sollten nicht grundsätzlich entfernt werden, sie vertrocknen ja und der Hamster nutzt sie auch, um sein Revier zu markieren.

    Oft werden Köttel unter den Futtervorrat gemischt, für uns klingt das eklig, für den Hamster ist es eine super Methode, um zu erklären, dass es sein Vorrat ist.

    Liebe Grüße,
    Jacky

  • Hallo Jacky, erstmal vielen (!) Dank für die schnelle Antwort. Wir sind wirklich blutige Anfänger. Warum wird dann überall beschrieben, dass man die Toilettenecken alle zwei Tage sauber machen soll? Naja. Ich hab halt auch Bedenken wegen des Frischfutters. Das "schleppt" er auch mit runter offenbar.

    Noch eine Frage zu einem ganz anderen Thema. Ich habe überall gelesen, dass der Hamster Auslauf braucht. Ich denke aber, dass unser Karl genügend Fläche hat. Er ist auch erst 11 Wochen alt und hat glaube im Moment gut zu tun mit seinen Ebenen. Ich würd ihn nicht rausholen. oder? Liebe Grüße

  • Ja, wenn der Hamster seine Toilette im Haus, das Sandbad oder im Haus immer die selbe Stelle zum pieseln nutzt, sollte man sie alle 2-3 Tage sauber machen. Da konzentriert sich ja alles auf eine kleine Ecke.

    Wenn er aber unterirdisch lebt, wäre es viel zu stressig ständig alle Gänge kaputt zu machen.

    Da muss man einfach schauen, ob er die selbst sauber hält oder sich irgendwann nasse Stellen bilden, die man dann doch entfernen muss.


    Das Frischfutter sollte man nur in den Mengen geben, wue es gefressen wird und am besten in so kleine Stücke schneiden, dass es vertrocknet und nicht schimmeln kann.


    Hamster laufen in der Natur viele Kilometer pro Nacht, die haben nie genug Fläche ;)

    Auslauf sollte immer eine tägliche Ergänzung sein, um dem Bewegungsdrang des Hamsters nachzukommen.


    Bei Vermittlungen empfehle ich in der Regel dem Hamster eine Woche Zeit zur Eingewöhnung im Gehege zu geben und es dann ruhig mit Auslauf zu probieren.

    Liebe Grüße,
    Jacky

  • Dankeschön. Karl ist jetzt 11 Wochen alt. Ich denke, er hat bislang keinen festen Aufsteh-Rhytmus. Er ist auch oft tagsüber wach bzw. am späten Nachmittag. Wir haben nur vorsichtig ins Haus gelugt. Nun sind wir schlauer. Hätte man vielleicht doch nicht machen sollen. ;)

  • Hallo!

    Mein Tipp ist, einfach den Sand im Sandbad glatt zu streichen. Man sieht dann an den Fußtapsen, dass der Hamster lebt/aktiv ist. Bei so einem tollen, großen Gehege ist Hammi ja erst mal beschäftigt, alles so einzurichten, wie er es haben will.


    Wie Jacky schon schrieb, würde ich auch das Gemüse in kleine Stückchen schneiden. Wird es verschleppt, "mumifiziert" es statt zu schimmeln. Und mach dir um die Reinigung erst mal keine Gedanken. Du kannst dich auch durchaus auf deine Nase verlassen. Sollte es mal an einer Stelle stärker "duften", kann man immer noch etwas Streu abtragen.


    Ich habe meinem Hamster eine sandgefüllt Ecktoi im Mehrkammerhäuschen angeboten, in die er brav - nebem dem großen Sandbad - sein kleines Geschäft verrichtet. Aus beiden kann ich einfach die Kümpchen entfernen. Die ersten zwei Wochen habe ich Hammi aber erst mal in Ruhe gelassen (außer Ecktoireinigung, wenn er wach war). Inzwischen ist er drei Monate bei mir und ein echter Schatz, der gern auf die Hand kommt und sich streicheln lässt.


    Wichtig finde ich: lass den Hammi zu dir kommen, geh nicht auf ihn zu. Immer mit ihm reden, aber sich nicht aufdrängen. Freundschaft schließt sich dann besonders gut mit einem Körnchen in, später auf der Hand.


    Viele Grüße

    Susanne

    Susanne
    mit Radieschen und Om Nom und mit Fussel und Coco ganz tief im <3

  • Hallo,

    hilfreich kann es für den Transport in den Auslauf, aber auch für alle anderen Strecken, die man mit dem Hamster in der Wohnung zurücklegt sein, zunächst zum Beispiel einen Messbecher als Transportmittel zu nutzen. Hier im Forum trägt dies die Bezeichnung „Hamstertaxi“. Wie Susanne oben beschrieben hat, kann man Hamster häufig an die Hand gewöhnen, was aber seine Zeit braucht. Solange man nicht darauf vertrauen kann, dass der Hamster ruhig in der Hand bleibt, ist es sicherer, er reist in einem Behältnis, um Stürze aus der Höhe zu vermeiden. Mein Ravioli war anfangs sehr schüchtern. Bei ihm war die ersten Wochen ein „Hamstertaxi“ im Einsatz. Durch die gemeinsame Zeit in seinem Auslaufzimmer, wo er mit der Zeit auch allerlei Köstlichkeiten aus der Hand nahm, fasste er Vertrauen und wurde Schritt für Schritt super zutraulich und ließ sich dann ohne Probleme in den Händen befördern. Mein erster Hamster hingegen war zutraulich wie ein kleiner Hund, wich mir nie von der Seite, aber in der Hand sein mochte er nicht. Er hätte sich freigestrampelt und wäre gesprungen, ganz gleich aus welcher Höhe.


    Viele Grüße

    Annette

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