Hamster "spricht" auf einmal

  • Hallo zusammen,


    unsere Hybridendame Millie wohnt jetzt seit ein paar Monaten bei uns. Vor zwei Tagen fing sie an, Geräusche zu machen, man könnte fast meinen, dass sie Selbstgespräche führt oder mit uns kommunizieren möchte. Wenn sie schläft, ist alles ruhig, aber sobald sie abends unterwegs ist, fangen die Geräusche an und wenn man mit ihr spricht, gibt es gefühlt immer eine "Antwort". Es ist kein richtiges Quicken, vielleicht ein Grummeln, es ist auch nicht sehr laut, aber man nimmt es teilweise sogar beim Fressen wahr.

    Habt ihr schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht? Wir fragen uns, ob es einfach nur daran liegt, dass es ein Weibchen ist die ihre Aufmerksamkeit einfordert oder ob etwas ernsthaftes dahinter stecken könnte. Oder ob sie mit Spooky kommunizieren möchte, auch wenn er ein Robo ist?

    Was uns stutzig gemacht hat, war, dass sie gerade permanent zu hören ist, ihr Verhalten ist ansonsten wie immer (außer dass sie sich abends nicht mehr versteckt und sofort in den Auslauf möchte).


    Liebe Grüße :)

  • Huhu,


    Manche Hamster geben durchaus mal ein Quieken/Grummeln/Piepsen von sich, aus Aufregung/Ärger/Angst/zur Kommunikation mit Artgenossen. Aber anhaltende Geräusche können auch Zeichen eines (beginnenden) Atemwegsinfektes sein, daher würde ich das lieber von einem Tierarzt abklären lassen.

    Liebe Grüße,
    Jacky

  • Unsere Hybridin Radieschen "zwitschert" immer, wenn ihr etwas besonders gut gefällt (es gibt frische Avocado oder anderes Futter) oder nicht gefällt (KG macht die Toi sauber und nimmt sie kurz aus dem Haus) oder sie aufgeregt ist (der Hamstermann war vor ihr im Auslauf). Damit hat sie schlagartig angefangen, seitdem Om Nom bei uns ist, vorher war sie immer still. Sie kann aber auch ohne Zwitscher-Quieken, mit den Atemwegen ist alles ok.


    Viele Grüße

    Susanne

    Susanne
    mit Agathe und mit Fussel, Coco, Radieschen und Om Nom ganz tief im <3

  • Hallo ihr lieben,


    danke für eure Antworten, ich oute mich mal als Millies KG...


    Ich vermute sie redet nicht erst seit gestern mit uns, die Geräusche sind echt leise, schwer zu orten und überhaupt ihr zuzuordnen. Ich bin mir sicher, dass ich dieses Geräusch auch schon mal gehört habe und es für so eine Art Holz-auf-Holz Geräusch gehalten habe. Aber das dürften dennoch nur Einzelfälle gewesen sein.


    Zu einer Atemwegserkrankung müsste es aber mittelfristig noch mindestens ein weiteres Symptom dazukommen, oder? Passt das denn dazu, dass sie im Schlaf definitiv komplett ruhig ist? Eben war ich am Nagarium und es war ruhig bis sie dann auf einmal ankam und einen größeren weiblichen :frau: Ausraster hatte. Sie scheint tatsächlich umgezogen zu sein und schläft jetzt unter der Ebene, ist ja auch schöner als ein 6-Kammernhaus :rolleyes: . Als sie etwas zur Ruhe gekommen ist hat man zeitweise nichts mehr von ihr gehört (nur Papier rupfen) und mal kurz langsames quieken...


    Ich würde ihr für die Nacht nochmal die Kamera einrichten um zu sehen wie aktiv sie ist. Im Zweifelsfall müssen unsere beiden Senioren am Dienstag sowieso zum TA, spricht etwas dagegen solange noch abzuwarten sofern sie sich ansonsten "normal" verhält und keine weiteren "Symptome" zeigt?


    Danke und viele Grüße

  • Wie gesagt, bei uns kam dies mit dem Einzug des anderen Hamsters, aber die Geräusche können jederzeit "abgestellt" werden. Wenn das bei Milli auch so ist, dass die Geräusche kontrollierbar sind und auch im Schlaf nicht auftreten, spricht das doch eher für eine gewollte Lautäußerung und keine Krankheit.

    Ich denke aber, ein Check ist letztlich immer besser, um ganz sicher zu gehen, das beruhigt auch.


    Viele Grüße

    Susanne

    Susanne
    mit Agathe und mit Fussel, Coco, Radieschen und Om Nom ganz tief im <3

  • Das ist schon ein bisschen sonderbar, gegen Durchchecken für alle Fälle spricht nichts. Sicher ist sicher! :thumpbsup:

    Allerdings vermute ich: wenn das Verhalten sonst wie gewohnt ist, dürfte wohl alles in Ordnung sein.


    Mit Hybriden kenne ich mich leider nicht aus, wir haben reichlich Erfahrung mit Goldis. Auch die "sprechen" - wenn überhaupt - nur sehr wenig, meistens kann man aus dem allgemeinen Drumherum ableiten, was los ist. Die meisten unserer Goldis sind zeitlebens stumm geblieben, aber es gab Ausnahmen.


    Wenn z.B. unsere ehemaligen Chefhamster Hannibal und Alberich beim Einzug - Umtopfen aus der TB ins neue Gehege - krakeelt haben wie am Spieß und in der ersten Zeit bei jedem "Zimmerservice" gekrächzt/gefaucht haben, war ja klar, worum es ging: Protest, lass mich in Ruhe! :schlaege:


    Wenn unsere dritte Hamsterdame Fritzi seinerzeit an jedem 4. Tag abends im Auslaufzimmer umtriebig herumgelaufen ist und dabei immer mal wieder recht heftig gequietscht hat wie ein Quietscheentschen, war auch alles klar: Wo sind die Kerle? Dabei hatten wir zu dieser Zeit immer nur einen Hamster gleichzeitig, und zwar ausschließlich Mädels! Heute, mit je 2 Männlein und 2 Weiblein im Wechsel in 2 Auslaufzimmern, wird trotzdem fast nie gequietscht.


    Nachdem ich den lieben Nobby beim "fliegenden Auslaufwechsel" kurz mal unten in den Schrank gesperrt habe, um nach Ronja zu suchen, die sich aber ausgerechnet im Schrank versteckt hatte, so dass ich das turtelnde Pärchen gerade noch in allerletzter Sekunde trennen konnte, hat der arme Nobby noch einen Tag später leise vor sich hin geschnattert, so aufgedreht war er. Auch hier dürfte der Fall klar sein... :rolleyes:


    Beim Stöbern in Ecken und Schnuppern an Ritzen u. dgl. stoßen vor allem die Mädels gerne mal kurze "Pft, pft"-Geräusche aus, gewissermaßen als "Hamster-Sonar". :D


    Kranke Goldhamster hingegen waren bei uns bisher immer total stumm.

  • Danke für deine Einschätzung und die Erfahrungsberichte :)

    Bisher hat nur unsere Goldidame Flocke "gesprochen", bei ihr war es aber auch nur gelegentlich, wenn sie an der Glaswand stand und nicht weiter kam. Also auch alles erklärbar.

  • Es gibt ein kurzes Update zu Millie. Millie bekommt jetzt Kräutertropfen zur Unterstützung ihrer Atemwege, ihre Lunge ist zum Glück frei und auch sonst konnte nichts gefunden werden. Es könnten dennoch Geräusche der oberen Atemwege sein. Wenn sie schläft ist alles ruhig, aber sobald sie unterwegs ist, wird fleißig "erzählt". Ihr Gehege hat sie weiter umgestaltet und abends lässt sie sich mehrfach mit dem Hamstertaxi in den Auslauf und zurück bringen. Vom Verhalten her scheint alles in Ordnung, die Geräusche müssen wir erst einmal weiter beobachten.

  • Es ist vielleicht mal wieder Zeit für ein Update... Vor 2 Wochen waren wir mit Millie endlich bei unserer Stamm TÄ (Urlaub...), die Geräusche sind zwischenzeitlich immer lauter geworden. Sie hat dann etwas auf der Lunge gehört und Millie hat Orniflox bekommen (Verdacht auf Lungenentzündung). Letzte Woche ging es ihr weder besser noch schlechter, sehr gut gefressen hat sie aber weiterhin.


    Freitag Abend fing das Drama dann an... Sie saß plötzlich schwer atmend in der Watchbox, minutenlang und nahezu regungslos. Ihr AB wollte sie auch nicht mehr nehmen. Samstag morgen waren wir dann bei einer TÄ (nicht die gleiche), sie sah aber wieder etwas besser aus. Leider hat die TÄ nichts anderes gemacht als ihr noch eine Chance zu geben und sie weiter auf Lungenentzündung zu behandeln... Samstag Abend sah sie dann noch schlechter aus als Freitag, ich war eigentlich schon davon überzeugt, dass sie die Nacht nicht übersteht ;( . Aber Millie hatte anderes im Sinn und es gab über Nacht die spontane Wunderheilung, um 4 Uhr ist sie aus ihrem Haus gerannt und hat ihre Lieblingsecke umgestaltet <3 . Sonntag morgen war sie dann plötzlich wieder komplett ruhig! hat normal gefressen und wirkte deutlich fitter.


    Bis Montag ist das so geblieben, dann fingen die Geräusche wieder ganz leicht an... Dienstag hatten wir einen TA Termin, diesmal wieder bei unserer Stamm TÄ, kurz vorher ging es mit ihr wieder richtig bergab, ähnlich wie Freitag :/ . Viel Diagnostik war aufgrund ihres Zustands nicht möglich, sie wird jetzt entwässert (schwaches Herz, Wasser in der Lunge) und wir beobachten sie weiter ganz genau. Bisher sieht sie auch wieder recht fit aus, auch wenn sie viel schläft. Die Geräusche sind aber nach wie vor mal mehr und mal weniger da...


    Nächste Woche besteht ggf. noch die Möglichkeit ein Herz Ultraschall zu machen, viele andere Möglichkeiten sieht unsere TÄ aber nicht. Habt Ihr ggf. Ideen was hinter den Geräuschen stecken könnte und worauf wir die TÄ noch ansprechen könnten falls die Entwässerung nicht wie erhofft anschlägt? Nach einer Lungenentzündung sieht das ganze für mich jedenfalls nicht aus, andere Symptome hat sie auch gar nicht. Zumindest ihr sehr ausgeprägter Buckel lässt mittlerweile aber den Schluss zu, dass sie schon älter sein dürfte.

  • Was man noch machen könnte (dafür muss sie aber stabil sein), ist ein Röntgenbild der Lunge.

    Ich hatte schon einen Hamster mit Lungenkrebs, bei dem vor allem die starke Flankenatmung auffiel und phasenweise angestrengtes Atmen (kurze, kräftige Atemzüge).

    Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern, ob sie Atemgeräusche hatte, aber zunächst lag auch der Verdacht auf Lungenentzündung, nur brachten Antibiotika und Cortison keine Besserung. Beim Röntgen hat man dann gesehen, warum. Das ganze Lungengewebe war verändert.

    Liebe Grüße,
    Jacky

  • Ich habe solche Symptome bisher nur beim Menschen mitbekommen (Wasser in der Lunge und im Herzbeutel mit entsprechender Kurzatmigkeit). Da wurde dann Leukämie diagnostiziert und entsprechend behandelt.

    Ich hoffe so sehr, dass dies nicht der Fall ist bei der Süßen, sondern "nur" ein hartnäckiger Atemwegsinfekt.


    Ich drücke die Daumen.


    Liebe Grüße

    Susanne

    Susanne
    mit Agathe und mit Fussel, Coco, Radieschen und Om Nom ganz tief im <3

  • Was man noch machen könnte (dafür muss sie aber stabil sein), ist ein Röntgenbild der Lunge.

    Ich hatte schon einen Hamster mit Lungenkrebs, bei dem vor allem die starke Flankenatmung auffiel und phasenweise angestrengtes Atmen (kurze, kräftige Atemzüge).

    Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern, ob sie Atemgeräusche hatte, aber zunächst lag auch der Verdacht auf Lungenentzündung, nur brachten Antibiotika und Cortison keine Besserung. Beim Röntgen hat man dann gesehen, warum. Das ganze Lungengewebe war verändert.

    Danke, in die Richtung habe ich auch schon gedacht, insbesondere, da es sich ja über einen längeren Zeitraum schon andeutet und auch immer stark von ihrer Atmung abhängt. Ein Röntgenbild kann man ggf überlegen, nur aktuell gibt es keinen Unterschied zwischen bildgebender Diagnostik und erlösen, beides würde sie wohl nicht überstehen... ;(


    An den Atemwegsinfekt kann ich leider nicht mehr glauben :wacko:

  • Wieso sollte sie Röntgen nicht überstehen? Wegen der nötigen Narkose? Ich lasse bei meinen Hamstern oft ein Röntgenbild machen, bislang sind alle wieder aufgewacht. Einen haben wir nicht wieder aufwachen lassen, weil auf dem Bild zu sehen war, dass er mit Herz und Lunge Probleme hatte, die nicht behoben werden konnten. Ich hatte auch einen 2. Hamster, wo man Veränderungen an der Lunge erkennen konnte. Der hatte auch Flankenatmung. Ich finde ein Röntgenbild hilfreich, da man danach oft weiß, woran man ist. Unter Umständen hilft es auch bei der Entscheidung, ob man das Tier erlösen soll oder nicht. Alles besser als im Dunkeln zu tappen.

    Liebe Grüße,
    Silke mit Gurke:hamsterdrehen: + Heli :hamstern: + Flocke :dsungi:+ Barny :hamsterboxen: + Baldur :hamsterdance:
    und schon einigen Fellnasen im <3


    Patin von Crumble, Alberto und Nathan

  • Es ist immer eine so grausige Entscheidung, verantwortlich zu sein, ein Leben zu beenden.

    Aber ist es noch lebenswert, wenn sich der Puschel quält? Ich denke nicht, dass ein Hamster sein Leben plant oder Angst vor dem Tod hat, er lebt einfach vor sich hin. Vielleicht vermenschlicht man auch zu sehr, "am Leben hängen" und so.


    Wenn es mir in deinem Fall angeboten würde, entschiede ich mich für ein Röntgenbild. Das könnte in manchen Dingen bei der schwierigen Entscheidungsfindung helfen, siehe meine Vorrednerin.

    Wie auch immer, es ist hart. Und unfair...


    Viele Grüße

    Susanne

    Susanne
    mit Agathe und mit Fussel, Coco, Radieschen und Om Nom ganz tief im <3

  • Normalerweise ist die Narkose beim Röntgen ja sehr niedrig dosiert, bei einer Gasnarkose klappt das auch bei den Kleinen sehr gut.

    Bei geschwächten Tieren bleibt natürlich ein größeres Restrisiko, aber andererseits würde es möglicherweise eindeutig zeigen, ob oder welche Art der Weiterbehandlung überhaupt Sinn macht.

    Liebe Grüße,
    Jacky

  • Hallo zusammen,


    vielen lieben Dank für eure Rückmeldungen. Die Formulierung von meinem Mann war etwas missverständlich... Unsere Tierärztin würde als nächstes ein Röntgenbild oder Herzultraschall machen, da Millie aber am Dienstag bei der kurzen Untersuchung so gestresst und am Pumpen war, meinte sie, dass sie dafür erst stabiler werden muss. Sie hat befürchtet, dass sie derartigen Stress in dem Moment nicht überstanden hätte. Ansonsten hätten wir das Bild sofort machen lassen. Wir stehen mit ihr im telefonischen Kontakt um zu schauen, ob die Entwässerung anschlägt und Millie stabiler wird. Im Moment ist die kleine Maus am Kämpfen, nachdem sie am Wochenende den Anschein gemacht hat, dass sie nicht mehr kann/möchte, hat sie sich bei den folgenden zwei Tierarztbesuchen (Sa+Di) und dann auch zu Hause anders präsentiert. Wir hoffen so sehr, dass wir in den kommenden Tagen weitere Untersuchungen machen lassen können um herauszufinden, wie wir ihr am besten helfen können. Alles, was man machen kann ohne dass Millie sich quälen muss, werden wir machen lassen. Die Erfahrung von Tigerlilly mit dem Lungenkrebs könnte durchaus passen, ein verändertes Gewebe hat unsere Tierärztin aufgrund der Geräusche beim Abhören und Nichtanschlagen des Antibiotikums auch ins Gespräch gebracht.


    Liebe Grüße :)

  • Hallo ihr lieben, es gibt leider ein trauriges Update... Millie ist heute Nacht über die Brücke gegangen ;(;( ...


    Gestern Abend war sie noch "normal" (bezogen auf die letzten Tage) unterwegs und sollte noch bis Sonntag Abend die Medikamente zur Entwässerung bekommen in der Hoffnung, dass wir zumindest Montag mehr Diagnostik machen können. Auf der Kamera sieht man sie kurz vor 2 noch einmal ins Haus/aufs Klo flitzen und danach ist sie wieder zurück auf ihr Knuff gegangen. Direkt daneben auf der Ebene haben wir sie heute morgen gefunden. Wir haben den Eindruck, dass sie kurz nach diesen Aufnahmen zumindest friedlich und plötzlich einschlafen durfte, an einem Ihrer Lieblingsorte. Auch wenn sie ein Fundtier war und nur ein gutes halbes Jahr bei uns sein durfte vermuten wir, dass sie doch schon etwas älter gewesen ist und wir sind irgendwo auch froh darüber, dass sie letztlich schnell und stressfrei zu Hause einschlafen konnte und nicht wie unsere letzten 3 Goldis beim TA erlöst werden musste.

    :trauer6:

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