Eigenbau und Einstreuhöhe

  • Hallo zusammen,


    wegen dem Schnitt meiner Wohnung ist es etwas schwer, eine min. 100x50 Fläche zu finden wo das Gehege dann nicht im Weg stünde. Bzw. bestenfalls noch Platz für einen Dauerauslauf wäre. (Ich habe eine Maisonette Wohnung, wo die Räume auf 3 Stockwerken verteilt sind, und ein Teil der Fläche daher Flure bzw. Treppenauf- und Abgang ist)


    Hier gäbe es allerdings Flächen von 2 Meter Länge den Flur entlang, allerdings wären nur 30-50 cm Gehegetiefe möglich. Ich hätte dann 2 Flächen mit jew. 0,6mq (allerdings aus Platzgründen übereinander) sowie einem Schlafbereich (Einstreu) von zusätzlich 0,35mq. Und darüber eben die 2 Flächen.


    Ich war mit einer Vermittlungsstelle in Kontakt, die meinten das so ein Eigenbau auch ginge aber nur wenn jede der 0,6m2 Ebene mit 20cm Einstreu befüllt wäre.


    Meine Nachfrage weshalb blieb leider unbeantwortet, die Person meinte das wäre eben standard Vorgabe. Ich stelle mir das so vor, dass im Schlafbereich die Höhlen angelegt werden könnten, und die restliche Gehegefläche obendrüber als Bewegungsfläche bzw. Lauffläche genutzt würde. Ich weiß, dass quaderförmige Gehege mit Einrichtung auf Stelzen Standard sind, verstehe aber offenbar nicht was an meiner Variante schlechter wäre.


    Es wäre quasi wie ein Regal Eigenbau mit dem Kallax, nur das ich in den Regalebenen nicht 20cm hoch einstreuen könnte. Dafür dann einen Schlafbereich mit 70x50x30h hätte.


    Ursprünglich hatte ich mich nach Degus erkundigt, finde aber das Thema der Gruppenhaltung schwierig. Für eine Degu Gruppe wären meine Möglichkeiten mit den 2 Etagen und einem Einstreubereich super gewesen. Da sie offenbar vergleichbare Anforderungen (z.B. Grundfläche, Tunnelbau, Bewegungsdrang, Dauerauslauf) haben, verstehe ich nun nicht weshalb mein potentielles Gehege für einen Hamster so schlecht wäre.


    Jedenfalls wollten mir leider 2 Pflegestellten für diese Gegebenheiten keinen Hamster vermitteln. Es müsste eine einzige mind. 0,6qm Fläche sein (die ich an sich sogar 2x hätte) die 30cm Einstreuhöhe hat (was mein Schlafbereich hätte) und darauf käme dann die Einrichtung auf Stelzen. Ein anderer Gehegeaufbau wurde leider nicht akzeptiert.


    Oder ich hätte von der oberen 0,6mq Fläche den Boden rausmachen müssen, um die untere 0,6mq Fläche dann mit den 20-30 cm Einstreu zu befüllen. Wobei das eben 0,6mq zusätzliche Lauffläche wegnehmen würde. Scheinbar verstehe ich es leider nicht.


    Vor dem Gehege würde es zusätzlich einen 24/7 Dauerauslauf geben, mit etwa 200x70cm. (Das Gehege wäre am Ende von einem Flur, wo normalerweise niemand durch muss, da am Ende nur ein Abstellraum kommt. Falls man doch mal hin müsste (<1x im Jahr) kann ich das Gehege nicht tiefer machen)


    Vielleicht kann mir von euch jemand erklären, weshalb mein Gehege nicht für einen (Zwerg)Hamster geeignet sein würde?


    LG Sonnenblumenkern.

  • Hallo,


    ich finde es immer schwer mir so einen Eigenbau nur von Beschreibungen her vorzustellen, besser wäre da immer eine Zeichnung mit den genauen Maßen. Sonst kann man viele Fragen einfach nicht beantworten oder sinnvolles Feedback geben.

    Ich bin auch nicht sicher, ob mit Gehegetiefe wirklich die Tiefe (= Breite) oder die Höhe gemeint ist.


    Grundsätzlich sind Hamster Buddler und Wühler, profitieren also von viel Streu, in dem sie lange Gänge graben können.

    Daher sollte die Streuhöhe, die als Mindestmaß in unseren Steckbriefen angegeben wird, immer über die gesamte Mindestfläche zur Verfügung stehen.

    Hat man also 6000 qcm Grundfläche und kann davon nur die Hälfte hoch einstreuen, wäre das zu wenig für ein buddelfreudiges Tier.

    Die Frage ist ja auch, wie viel Streu denn stattdessen geboten werden kann und ob es ein Zwerg- oder Goldhamster werden soll.

    Ich verstehe auch nicht ganz, warum 2 Flächen übereinander von je 6000 qcm möglich sind, aber nicht eine mit ausreichend hoher Einstreu. Wenn noch ein Dauerauslauf dazu kommt, bietet der doch schon genug Lauffläche. Dann hätte der Hamster beides.


    Letztendlich entscheidet ja jede Pflegestelle selbst, welche Gehege zu ihrem Hamster passen und welche nicht. Daher kann dir hier niemand beantworten, welche Gründe die angefragten Pflegestellen haben. Wenn ihnen für ihren Hamster diese Buddelfläche wichtig ist, dann passt es halt nicht.


    Ich will jetzt gar nicht zu sehr ins Detail gehen, weil es nicht um einen meiner Vermittlungshamster geht und es einfach unterschiedliche Ansichten unter den Pflegestellen gibt.

    Es gibt ja keine gesetzlichen Vorgaben oder so, an die sich alle Pflegestellen halten müssen. Es ist letztendlich immer auch eine Einzelfallentscheidung, welcher Hamster zu welchem Gehege passt.

    Liebe Grüße,
    Jacky

  • Letztendlich entscheidet ja jede Pflegestelle selbst, welche Gehege zu ihrem Hamster passen und welche nicht. Daher kann dir hier niemand beantworten, welche Gründe die angefragten Pflegestellen haben.


    Ja das habe ich so auch gemerkt, da es auch Widersprüche zwischen den Pflegestellen gegeben hatte. Die eine empfahl Heu unter das Einstreu zu mischen, während die andere von Heu abriet wegen potentieller Parasiten. Ich kann es dann aber auch nicht 5 Pflegestellen gleichzeitig recht machen, wenn sie unterschiedliche Vorgaben haben.


    Zwar werde ich mir kein Tier aus einem Zoogeschäft kaufen, hätte aber Bedenken dass Interessenten das veranlasst letztlich ins Zoogeschäft zu gehen wo eben (leider) keiner nach der Haltung fragt.


    Ich mag natürlich auch keine 300€ für einen Eigenbau ausgeben und bekomme dann doch keinen Hamster, weil Pflegestelle A andere Ansichten hat, als Pflegestelle B.

  • Naja, letztendlich haben die meisten Pflegestellen recht transparente Vermittlungsvoraussetzungen. Wenn dort steht, dass eine bestimmte Einstreuhöhe durchgehend erforderlich ist, wird dann nicht mehr gerne darüber diskutiert.

    Wenn wir uns immer anpassen würden, damit die Interessenten nicht in den Zooladen gehen, bräuchten wir ja keine Vermittlungsvoraussetzungen mehr.

    In der Regel sind die Voraussetzungen auch nicht so unterschiedlich, dass man für jede Pflegestelle ein anderes Gehege bräuchte. Ein verhältnismäßig kleiner Streubereich wird für die meisten ein Grund zur Absage sein.

    Die beiden Pflegestellen haben dir ja auch nicht aus völlig unterschiedlichen Gründen abgesagt, sondern beide wegen der fehlenden Streuhöhe, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Manche Punkte sind halt festgesetzt (zB. Gehegegröße, Streu, Laufradgröße) und andere diskutabel (z.B. Heu, welcher Sand, wie viele Verstecke, welches Futter).

    Bei uns, als Verbund von vielen Pflegestellen, ist es zum Beispiel auch ein Vorteil, dass selbst, wenn das neue Zuhause für Hamster X bei mir nicht passt (z.B. weil er noch mehr Streu braucht, zu scheu ist oder schon Interessenten hat), dann aber vielleicht für Hamster Y bei meiner Kollegin. Wir tauschen uns aus.

    Trotzdem bleiben die grundsätzlichen Voraussetzungen ja gleich.


    Es ist generell auch immer sinnvoll die Pflegestelle schon bei der Planung um Rat zu fragen, bevor man etwas baut.

    Besonders als Hamsterneuling hat man einige Probleme einfach nicht so auf dem Schirm.

    So habe ich dann mit meinen Interessenten immer einen konstruktiven Bauplan entwickelt, der für alle passt. Und sie haben nicht Unmengen an Geld umsonst ausgegeben.


    Wenn du Tipps möchtest, wie man das Gehege für einen Hamster optimieren kann, stell doch ein paar Bilder ein. Da helfen sicher einige User weiter und es wird klarer, warum es bisher nicht geklappt hat.

    Das war ja Sinn des Beitrages, oder?

    Liebe Grüße,
    Jacky

  • :hallo2: Sonnenblumenkern, willkommen im Forum! Viele hier haben viel Erfahrung im Bauen, und vielleicht lassen sich deine Fragen ja lösen :top:.


    Eine Skizze ist bestimmt hilfreich, aber ich glaube ich kann mir den Aufbau sogar einigermaßen vorstellen. Und eine Sache ist mir dabei eingefallen: du schreibst dass du zwei Flächen mit 0,6qm übereinander hättest. Wenn diese beiden Bauten über die 2m Länge gehen, heißt das sie sind nur 30cm tief? Das ist recht schmal. Insbesondere bei der unteren Box, die ja komplett von der oberen abgedeckt ist, könnte es da ein Problem für die Belüftung sein.


    Eigentlich hört es sich aber schon an, als hättest du viel Platz zur Verfügung (s. Dauerauslauf 200x70!), vielleicht muss man die Bauten einfach nur anders zusammen puzzeln?

  • Wenn du Tipps möchtest, wie man das Gehege für einen Hamster optimieren kann, stell doch ein paar Bilder ein. Da helfen sicher einige User weiter und es wird klarer, warum es bisher nicht geklappt hat.

    Das war ja Sinn des Beitrages, oder?


    Ja genau, die Standardvorstellung kann ich hier nicht erfüllen und bräuchte dann auch Lösungsmöglichkeiten, wie ich ein für einen Hamster geeignetes Gehege mit meinen Wohnverhältnissen umsetzen könnte.


    Insbesondere bei der unteren Box, die ja komplett von der oberen abgedeckt ist, könnte es da ein Problem für die Belüftung sein.


    Falls das ausreicht hatte ich gedacht die komplette Vorderseite mit mehreren Türen zu versehen. Links und Rechts des Ganzen geheges wäre natürlich auch die Möglichkeit für Lüftungsgitter.

  • Vieles wurde hier schon gesagt, ich möchte nur ergänzen:


    Viele Hamster haben nicht nur ein Nest zum Schlafen, sondern mehrere - und das gerne mal durch den ganzen Käfig verteilt. Mein Marshmallow zieht zum Beispiel alle paar Monate um und sucht sich eine andere Stelle im Käfig, während Eddie gerne Nickerchen an selbst gebuddelten Stellen einlegt, sein Hauptnest aber an derselben Stelle hat. Ich weiß von einer Hamsterdame im Forum, die bis zu sechs Nester gleichzeitig hat(te).

    Das geht aber natürlich nur, wenn alles tief genug eingestreut ist. Wenn du nur eine Stelle tief genug einstreust (du nennst es Schlafbereich), kann der Hamster sich auch nur an einer Stelle ein adäquates Nest anlegen. Dabei sollte der kleine Fratz selbst entscheiden können, wo er gerne schlafen will - und wie lange. Deshalb fände ich überall tief einzustreuen schon allein deshalb sinnvoll, mal so ganz abgesehen von den Vermittlungsvoraussetzungen.

    Und nur mal so als Idee: Wenn es am Ende des Flurs liegt und du ein geeignetes Gehege nur wegen der Tür zum Abstellraum nicht infrage kommt: Wie wäre es mit einem Unterschrank mit Rollen? Dann könntest du bei Bedarf den Hamsterkäfig ein paar Zentimeter beiseite fahren. Ich hab hier auch die Hälfte der Käfige auf Rollen stehen, damit ich sie bei Bedarf beiseite schieben kann.

    Viele Grüße,


    Rajou

  • Marshmallow zieht zum Beispiel alle paar Monate um und sucht sich eine andere Stelle im Käfig, während Eddie gerne Nickerchen an selbst gebuddelten Stellen einlegt, sein Hauptnest aber an derselben Stelle hat. Ich weiß von einer Hamsterdame im Forum, die bis zu sechs Nester gleichzeitig hat(te).


    SEHR hilfreich, danke! Das macht es für mich dann auch sehr gut nachvollziehbar.


    Rollen wären an sich kein Problem, ich hätte nur gedacht dass es den Hamster stört wenn er plötzlich durch die Gegend geschoben werden würde. Vielleicht würden sich dann ggf. auch noch andere Plätze mit anderen Maßen eignen, da muss ich mal nachsehen.

  • Das Gehege von Luffi hat auch Rollen, weil sie ab und zu Mal den Standort wechseln musste. Hat ihr nix ausgemacht würde ich Mal behaupten. Luffi hat übrigens auch 4 verschiedene Nester, die sie regelmäßig wechselnd nutzt

    Miss Marpel im Herzen

  • Rollen wären an sich kein Problem, ich hätte nur gedacht dass es den Hamster stört wenn er plötzlich durch die Gegend geschoben werden würde. Vielleicht würden sich dann ggf. auch noch andere Plätze mit anderen Maßen eignen, da muss ich mal nachsehen.

    Also hier hat sich noch niemand beschwert, aber ich denke mal, es kommt drauf an, wie oft du ihn verschiebst. Wenn du nur ein- oder zweimal die Woche an den Staubsauger dahinter musst, ist das kein Problem. Wenn du dreimal täglich an die Tür musst, würd ich davon absehen. Alles eine Frage des Verhältnisses.

    Viele Grüße,


    Rajou

  • Da kamt ihr mir zuvor.


    Zu dem rollbaren Unterschrank wollte ich auch raten, zumal man zur Kontrolle auch an Stellen kommt, für die man sonst einen doppelt so langen Arm bräuchte.


    Und man schiebt ja behutsam und nicht ruckartig.

    Vielleicht würden sich dann ggf. auch noch andere Plätze mit anderen Maßen eignen, da muss ich mal nachsehen.

    Das Gefühl habe ich auch.


    Vor genau einem Jahr hatte ich auch die wildesten Eigenkonstruktionen im Kopf und auf Papier. Als ich gedanklich dann die Vorgaben damit umsetzen wollte, sah das alles anders als machbar aus.


    Und es könnte im Eigenbau sogar erheblich teurer werden, als ein relativ fertiges Gehege mit den passenden Maßen. Manchmal findet sich auch in den Kleinanzeigen so mancher Schnapper.


    Plane beherzt weiter. Zumal man sich dabei automatisch mit den Bedürfnissen, die ein Hamster hat, auseinander setzt. Mittlerweile will ich meine nicht mehr missen.

  • Es gibt jetzt einen neuen Gehegeplan: :saint:


    Grundfläche etwa 100x50 Höhe 105 cm. Da kann dann auch gut 30 cm hoch Einstreu rein und obendrüber wäre genug Platz für ein Vergnügungszentrum.


    Ich habe, oder nun eher hatte^^, eine Art Kommode in dem Maß. Steht sowieso im Schlafzimmer und kann an Ort und Stelle stehenbleiben. Gesicherter Dauerauslauf wäre daneben oder davor möglich.


    Steht hinten links in der Ecke vom Schlafzimmer, da muss auch keiner dran vorbei oder durch, drüber drunter oder sonst was.


    :duck:

  • Das hört sich grundsätzlich nach einer stark verbesserten Plan an! :klatsch:


    Bitte überlege aber bei dieser Höhe gut, wie Du erstens unten noch genug Belüftung sicherstellst und zweiten keine zu große Fallhöhe irgendwo hast. Je nach Art sollte die m.W. 10-15cm nicht überschreiten. Denn Hamster springen durchaus auch irgendwo hinunter, wo es zu hoch ist für eine unbeschadete Landung. Und selbst wenn sie sich nicht jedesmal gleich etwas brechen o.ä., ist das bestimmt nicht gesund. Zudem werden sie ja leider schnell alt und weniger mobil. Dann sind große Höhenunterschiede erst recht ein Problem.


    Damit will ich nicht sagen, dass das nicht möglich ist, so ein Gehege hamstergeeignet zu bauen, es will nur gut überlegt sein. Genauso wie der Ausstieg in den Dauerauslauf. Da hatte ich viel Zeit in das Planen und Bauen investiert und unsere Aska (ein Zwerghamster) nutzt die Konstruktion von der ersten Minute an begeistert und in dem ihr eigenen enormen Tempo.

  • Huhu,

    nur, um dir da weitere Enttäuschungen zu ersparen: Die allermeisten Pflegestellen sind bei 0,6 qm Mindestmaß. Es werden mit Sicherheit, egal, wieviel Vergnügungspark obendrüber ist, die Grundmaße von 100x50 cm gezählt werden und somit hast du dann nur 0,5 qm.


    Der Hauptgrund für das alles ist ja, dass in einem durchgehend hoch eingestreuten Bereich erstmal die ganzen Basics für ein artgerechtes Gehege zu finden sein sollen. Heißt, hohe Einstreu und darauf bzw. teilweise darin das Mehrkammernhaus, das Sandbad, das Laufrad, weitere Versteckmöglichkeiten, Korkröhren etc.

    Die Hamster sind Bodenbewohner und legen sich unterirdisch Gänge und Höhlen an. Diese Gänge und Höhlen werden strategisch angelegt, führen also zu für die Hamster wichtigen Orten, verbinden zum Beispiel das MKH mit dem Sandbad oder so etwas. Ganz viele Hamster richten sich gerne ein Nest unter dem Laufrad oder dem Sandbad ein.


    Deswegen kann man auch nicht rechnen, unter dem MKH viel Streu zu haben, mit dem Gedanken, dass sie da dann schon schön buddeln und sich einrichten. Und das dann als Buddel- und Schlafbereich festlegen und alle anderen Gegenstände auf einer anderen Ebene unterzubringen. Das macht für den Hamster keinen Sinn.


    Wenn das Basic-Gehege über alles nötige verfügt, kannst du natürlich so viel Fun-Area zusätzlich anbieten, wie du möchtest. Und dem Hamster wird das auch gefallen, aber um die Basis kommst du nicht drum herum.


    Liebe Grüße

    Liebe Grüße
    von den Knuspernasen
    :rolleyes:
    ---------------------------------------------------------------
    Ich warte auf den Tag, wenn Tiere das Recht haben, zu rennen, wenn sie Beine haben, zu schwimmen, wenn sie Flossen haben und zu fliegen, wenn sie Flügel besitzen.

    ~Gretchen Wyler~

  • Es gibt jetzt einen neuen Gehegeplan: :saint:


    Grundfläche etwa 100x50 Höhe 105 cm. Da kann dann auch gut 30 cm hoch Einstreu rein und obendrüber wäre genug Platz für ein Vergnügungszentrum.


    Ich habe, oder nun eher hatte^^, eine Art Kommode in dem Maß


    Ähnliche Absichten hatte ich mit meinem Sideboard und dann mit der Glasvitrine vom Wandschrank. :D Aber da fehlte dann die passende Tiefe. Und ja, die Grundfläche könnte auch mit dieser Lösung nicht ausreichen. Die Grundgedanken dazu habe ich aber vor Augen und stell mir grade vor, wie Du die Schubladen oder die Türen umbaust ... irgendwie pfiffig.


    Die Absturzhöhe im Blick zu haben, ist enorm wichtig. Auch wenn sie gut gepolstert wirken, meine klettert total gerne und "plumpst" dannn die Erhebungen runter.


    Und wenn du AUF diese Kommode ein Gehege (mit mind. o.6o m²) errichtest?


    Danke, dass du dich mitteilst mit deinen Ideen ... macht Spaß sich das vorzustellen, weil ich selber sooooooooo viele Gedanken hatte und oft denke, hätte ich mal im Vorfeld mehr gefragt. Man kann sich zwar vieles anlesen, aber die Tipps der erfahrenen KG´s hier, sind einfach Gold wert. Bin selber in der Anfängerliga.

  • Von meiner Warte auch nochmal die Erfahrungen, dass Hamster gerne mal zum Austesten wo runterspringen. Ich habe bei Fine sogar alles mit einem Zaun gesichert und sie klettert trotzdem auf den Zaun und dann hops ... und das nicht nur einmal. :wacko:

    Viele Grüße,


    Rajou

  • Ja, verstehe es vollkommen das größer immer besser ist. Und für ein Tier dass quasi nur diesen Platz hat, da macht dann auch jeder cm mehr einen positiven Unterschied.


    Mir kommt es nur irgendwie so vor, als ob nur 100% akzeptiert werden, nicht 98%, entweder mant hat 100% oder es gibt dann eben keinen Hamster.


    So lange es nicht unter den 0,5 sind und man alternativ z.b. dafür höher einstreuen könnte (60x100x 20cm Streu sind 120 L Volumen, 50x100x 40cm Streu sind 200 L Volumen) würde ich das nicht so eng sehen. Ich habe den Zweck der Fläche ja verstanden;

    Wenn ich unten nur 30 hoch einstreue, ließen sich bei 105 cm Gesamthöhe obendrüber auch nochmal 30 hoch einstreuen, dann kann er auch sein Laufrad und alles untergraben.


    Die Kommode besteht akt. nur noch aus dem Oberteil und quasi 4 Eckpfosten. Vorne waren 2 Türen über die ganze Höhe und die Seiten bzw. Rückwand waren in so Schlitze in die Eckpfosten reingeschoben.

  • Hallo,


    Syrische Goldhamster legen mit ihren kurzen Beinchen in der Nacht 18 Kilometer auf Nahrungssuche zurück und sind enorm aktiv. Diesen Bewegungsdrang und diese Aktivität tragen unsere Haustiere genauso in sich wie ihre wilden Verwandten. Sie sind die ganze Nacht in Bewegung. Zu gerne läuft der Hamster auch in menschlicher Obhut ausgiebig sein Revier ab und nimmt die Sinneseindrücke in sich auf, die sich ihm dort bieten. Je größer und abwechslungsreicher das Revier gestaltet ist, desto besser ist es. Wenn das Futter und Nistmaterial im Gehege verstreut sind und hier und da eine Leckerei versteckt ist, ist der Hamster ganz in seinem Element, weil es seiner Natur entspricht, sein Futter und weiches Material für sein Nest zusammenzusuchen, so dass ein schöner Vorrat angelegt werden kann. Ein zu kleines Gehege führt dazu, dass der Hamster verkümmert, krank und möglicherweise verhaltensauffällig wird. Ein unglücklicher Hamster, der permanent auszubrechen versucht, oder am Lüftungsgitter nagt, weil ihm sein Gehege zu beengt ist, dürfte auch für den Halter keine Bereicherung sein. Da die Tierschutzvereine ein Interesse daran haben, dass es ihren Hamstern im endgültigen Zuhause gut geht, legen sie die Mindestmaße und weitere Vermittlungsvoraussetzungen, wie z. B. die Mindest-Einstreuhöhe und einiges mehr fest.

    Die individuellen Vermittlungsvoraussetzungen findest du in den Steckbriefen der Tiere. Je nach Temperament des Tieres können die Anforderungen an das zukünftige Zuhause auch unter Tieren einer Hamsterart variieren, was jedoch niemals unbegründet ist.


    Leider ist in der Gesellschaft vielfach noch das Bild vom Hamster als anspruchsloses Heimtier vertreten, das nicht viel braucht und mit wenigen Dingen auf kleinem Raum glücklich ist. Dies ist jedoch ein tragischer Irrtum. In der Realität ist der Hamster sogar ein ausgesprochen anspruchsvolles Haustier, so dass die Vermittlungsvoraussetzungen und die Mindest-Gehegegröße nicht „aus der Luft gegriffen“ sind. Es macht wirklich viel Freude, diese hochintelligenten und zumeist neugierigen Tiere zu beobachten, wenn sie sich wohl fühlen und Platz haben sich frei zu entfalten. Kein Tier gleicht dem anderen, jedes einzelne hat seine eigenen Angewohnheiten und Marotten, die man liebt und die einem für immer im Gedächtnis bleiben.

    Liebe Grüße

    Annette


    Im Herzen ganz nah

    <3 Willi <3 Ravioli <3 Oregon <3 Danilo <3 Jona <3

  • Vielleicht könntest du das Gehege auch irgendwo mitten in einen Raum stellen, so als Raumteiler?

    Oder unter einer Treppe?

    Oder unter einen Schreibtisch?

    Oder unter Dachschrägen und dann eben länger und nicht hoch?

    Liebe Grüße
    von den Knuspernasen
    :rolleyes:
    ---------------------------------------------------------------
    Ich warte auf den Tag, wenn Tiere das Recht haben, zu rennen, wenn sie Beine haben, zu schwimmen, wenn sie Flossen haben und zu fliegen, wenn sie Flügel besitzen.

    ~Gretchen Wyler~

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