Beiträge von liloba

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    Hm, eine sehr ungewöhnliche Diagnose, und ich hätte gedacht, die lässt sich beim Hamster so gar nicht diagnostizieren :gruebel:


    Hätte in dem Fall nicht auch eher eine Gewichtsreduktion stattgefunden?


    Jedenfalls, sollte die Diagnose stimmen, habe ich da keine Erfahrung mit, ob und wie man ernährungstechnisch verfahren könnte.



    Für viel wahrscheinlicher würde ich es halten, dass das Zwerglein aufgrund der einstigen Überfütterung mit Eiweiß Nierenprobleme bekommen hat. Dies kann sich je nach Schädigung ja nicht von heute auf morgen, wenn überhaupt, regulieren.

    So richtig zur Ruhe kommen werden sie wohl erst, wenn sie dann ihr endgültiges Heim so richtig schön einmuffeln können, ohne größere Störungen. Aber das wird bestimmt :wolkesieben:


    (Berate gerade per PN jemanden, dessen Zwerglein sich gesundheitlich wieder verschlechtert hat -- sie war in Uraub gewesen.

    Da musste ich doch sehr an deine kleine Prinzessin, Ponyo, denken <3, die das auch so gar nicht verkraften mochte.)


    Jeetzt hast du gleich 2 Sensibelchen, wie es scheint ^^

    Sind bei der Hormonstörung eigentlich Insekten erlaubt? Oder erst bei abgesunkener Trinkmenge? Oder besser komplett darauf verzichten? Oder nur bestimmte Sorten (hab lebende Mehlwürmer und verschiedene getrocknete Insekten)?

    Bisher bekommen sie ja keine, aber ich würde den Beiden doch ganz gerne ab und an mal ein Würmchen zustecken, solange es ihnen nicht schadet

    da diese Stress-Situation auch Diabetes fördern könnte und die Nieren aktuell sichtlich beansprucht sind, würde ich den empfindlichen Nieren über die Fütterung von tierischem Eiweiß nicht noch die dadurch gesteigerte Oxalatausscheidung zumuten.

    Dies könnte leicht eine Steinbildung nach sich ziehen.


    Von getrockneten Insekten würde ich ohnehin komplett absehen.

    Wenn sich die TM dauerhaft beruhigt hat, wären frische Würmchen nicht nötig, aber als fun fact okay, solange es nicht mehr als 3 Stück pro Woche davon gibt.

    Darf ich an dieser Stelle mal kurz fragen: Du empfiehlst ganz oft den Chinakohl.

    Ich hab gelesen, Kohlsorten soll man nur spärlich geben, weil die so blähen. Aber Chinakohl ist doch Kohl, oder? ich hab mich nämlich bislang nicht getraut, den für meine Zwerge zu kaufen. :pinch:

    huhu Rajou,


    Chinakohl ist für gesunde Hamster ein richtig toller Allrounder. Kein nennenswertes Fett, wenig Kohlenhydrat, viele Vitamine und Mineralstoffe in ordentlicher Bandbreite. Dazu antientzündliche und darmpflegende Sekundärstoffe.

    Aufgrund der äußerst günstigen Zusammensetzung hat er sich bei diabetischen Hamstern und solchen mit Nieren- und Steinproblemen als regelrechtes Therapeutikum herausgestellt.


    Für den Spitzkohl gilt das gleiche, nur ist er etwas reichhaltiger mit (wertvollen) Kohlenhydraten bestückt. Allerdings noch absolut im Rahmen dessen, was Zwerghamster bekommen sollten.

    Hamster ohne Gewichtprobleme profitieren schön von ihm.


    Beide Kohlarten liefern Bestandteile, die nur grüne Gemüse beinhalten. Im Gegensatz zu Blattsalaten enthalten sie aber nicht die Mengen an nierenschädlichem Nitrit, die Blattsalate inzwischen leider aufweisen. (Eisbergsalat hat nicht ganz so hohe Nitiritwerte, aber auch weitaus weniger Vitamine, Mineral- und Sekundärstoffe).


    Beide gehören zu den wenig blähenden und somit sehr gut verträglichen Kohlsorten und liefern zudem günstige Rohfasern :wolkesieben:

    Vielleicht habe ich auch was überlesen, aber meinte Anenma nicht, dass ihr Zwerg ein Saphirchen ist? Also gerade kein Mandarin? Ich hatte weiter oben nach dem Farbschlag gefragt, da Mandarin, Camel & Mushroom ja entsprechend anfällig wären, aber Saphir ist mir bisher als "unauffälliger" Farbschlag im Gedächtnis.

    ach je, der Zwerg ist dsungi-lastig saphir. Ja, da bin ich verrutscht :rotwerd:


    Anenma - ich hatte jetzt ein Mandarinchen im Kopf, den hätte ich nun sofort umgestellt.


    Auf normales kipi ist er ja inzwischen seit 4 Wochen gesetzt. Da hätte man schon auch mit einer beginnenden Gewichtsreduktion rechnen können.

    Probeweise, ja, könntest du ihm noch die Gerste entziehen, einfach raussammeln, aus den täglichen 3 g.

    Nimmt er darunter aber weiterhin zu, und seien es nur einige wenige Gramm, würde ich es dennoch wie im letzten Post beschrieben handhaben.

    Sollte er dann irgendwann auf unter 55 g gekommen sein, könnte man eine schrittweise Rückumstellung (im Buch beschrieben) auf das normale Kipi versuchen.

    Bei Rückschlägen lieber lassen.


    Viel Glück dem Männlein -- wie heißt er eigentlich?

    Hallo Anenma,


    da er einen Farbschlag hat, bei dem Komplikationen quasi schon mitgebucht sind, würde ich jetzt direkt auf die Diabetesmischung umsteigen.

    Von dieser Mischung 3 g täglich geben.


    Gleichzeitig ab Start der Dia-Mischung 4 Wochen lang jegliches Frifu weglassen, aber unbedingt das daumenkuppengroße Stück Avocado füttern.

    Wie sich diese Frucht möglichst lange hält, findest du hier als Tipp:


    Pro Woche kommen 2 Kürbiskerne als extra dazu.


    Kleine Mengen an Flachsbüscheln dürfen spendiert werden, sind aber kein Muss.


    Ansonsten nichts weiter geben.

    Auch daran denken, Kräuter und Blüten aus dem Gehege zu entfernen.


    Abwechslung und viel Auslauf sind außerdem förderlich, weil Freiheit und ein gestärktes Selbstbewusstsein die Nebennierenrinde stimuliert, die eine hormonelle Einpendelung unterstützt, umso besser sie funktioniert.


    Nach 4 Wochen hat sich der Stoffwechsel dann soweit umgestellt, dass es zu einer zumindest geringfügigen Gewichtabnahme gekommen ist, die sich weiter nach unten schrauben wird.

    Gibt man nach diesen 4 Wochen wieder pro Tag etwa einen Handteller voll Chinakohl (eingetütet, z. B. in eine Mülltüte), hält der im Kühlschrank über eine Woche lang), wird der Effekt der weiteren Gewichtabnahme dadurch meist nicht gestört. Von allem anderen sollte man weiterhin absehen.


    Avocado braucht dann auch nur noch 1x im Monat gegeben zu werden, für so viele Tage, wie die Frucht sich hält, also jeweils etwa eine Woche lang.


    Bei Mandarinchen gelingt die Rückumstellung auf die normale Kipi-Mischung in der Regel nicht, wenn sich die Lage einmal so hochgeschraubt hatte.

    Also am besten lebenslang bei der benannten Fütterung bleiben.


    Hat sich das Gewicht auf 55 g oder weniger eingependelt, kann man vorsichtig andere Frischfuttersorten ausprobieren.

    Steigt das Gewicht darunter an, flugs wieder weglassen.

    Huhu Dana,


    klar schaue ich weiterhin mit :)


    Bei einer Niereninsuffzienz durch Schädigung der Niere kommt es eigentlich zu einer verminderten Wasserausscheidung, die kein wesentliches Durstgefühl verursacht. Dafür lagert der Körper viel Wasser ein, was eher dazu führt, dass kaum noch eine Trinkbereitschaft besteht.


    Bei deutlich erhöhter Trinkmenge ohne Glucoseausscheidung liegt am ehesten ein Diabetes Insipidus vor.

    Dieser hat nichts mit dem Diabetes Mellitus, also der Zuckerkrankheit zu tun, sondern es liegt entweder an einem ADH-Mangel, weil die Hirnanhangsdrüse von diesem Hormon fälschlicherweise nicht genug (bis hin zu gar nichts) ausschüttet. Oder aber es liegt genügend ADH vor, die Nieren können es aufgrund eines Schadens aber nicht erkennen.


    Beide Ursachen haben die gleiche Auswirkung: Es enstehet aufgrund des Hormonmangels ein erheblicher Durst, weshalb man den Insipidus auch die Durstkrankheit nennt. Gleichzeitig wird im Gegensatz zur Insuffzienz entsprechend viel Wasser ausgeschieden.

    Aber nicht, weil die Nieren, wie beim Diabetes Mellitus den überhöhten Zucker ausspülen müssen, sondern weil das ADH verantwortlich dafür ist, die Menge an Wasser, die der Körper zum Überleben benötigt, festzuhalten, weshalb er ständig nachtrinken muss, wenn diese Schranke ohne ADH nicht funktioniert.


    Die Prognose kann aufgrund des Therapiemangels bei Hamstern äußerst schlecht verlaufen, denn unbehandelt kann sich die Hormonstörung zu einem so erheblichen ADH-Mangel steigern, dass das Nachtrinken nicht mehr zu schaffen ist und der Körper unter der Austrocknung aufgibt..

    Steigt die Trinkmenge also weiter an, ist man hilflos, außer man findet einen Tierarzt, der eventuell eine Medikation versucht, indem er auf eigene Faust von größeren Säugern auf Hamster schließt.


    Allerdings bleibt es bei dieser Erkrankung ggf. auch lange Zeit bei noch recht moderaten Trinkmengen, bzw, wenn noch wenigsten etwas ADH produziert, respektive von den Nieren halbwegs anerkannt wird, ist der Verlauf schleichend.


    Beides, milde Verläufe ebenso wie desaströse habe ich bei Hamstern schon mitbekommen.


    Manche Hamster genesen auch sang- und klanglos.

    Ich will dir da keine falschen Hoffnungen machen, aber gerade bei völlig gestressten Tieren bringt die Entspannung und eine ausgewogene Ernährung eine Glättung dieser speziellen, aus dem Ruder gelaufenen Hormonlage.

    In solchen Fällen hat das Problem wohl an der Hypophyse gelegen, die für Stressanfälligkeit bekannt ist.

    Sie ist ja das Zentrum für alle möglichen Hormonausschüttungen, und bekanntlich kann da unter Stress einiges klemmen.

    (Ganz aktuell in meinem Dunstkreis :P , aber auch immer wieder zu hören: Gerät eine Wöchnerin unter Stress, geht die Prolaktinausschüttung, die für die MIlchbildung zuständig ist, bis hin zum Milchstau zurück.

    Unter Ruhe und Wärme nimmt dieses für Verschnupfung anfällige Zentrum seine Arbeit rasch wieder ordentlich auf).


    Im Falle der ADH-Lieferung dauert die Aufhebung der Problematik aufgrund der Nierenbeteiligung allerdings länger, jedoch ist es schon vorgekommen, dass im Laufe der Wochen ohne weiteres Zutun eine Absenkung der TM bis hin zur Normalisierung stattfand.


    Wie sieht es bei der Auflistung der TM aus? Ist es der scheue, also Popcorn, der die höheren Trinkmengen aufweist?

    Und scheiden sie tatsächlich so vermehrt aus, wie sie trinken?

    Ihr Gewicht ist für Mandarinchen wirklich moderat.

    Wichtig ist, dass dieser Farbschlag von Anfang an keine Gerste mit im Futter hat, denn sie tendieren genetisch stark zu Insulinresistenzen, die man bei ihnen besser abfängt, wenn man die Gerste gleich weglässt.

    Ketonwerte werden bei Hamstern nicht zuverlässig angezeigt. Manchmal sind sie auf der Skala über wochen hinweg so krass hoch, dass der Hamster dies so lange gar nicht überleben könnte.

    Auch der PH-Wert scheint manchmal völlig unlogisch angezeigt.

    Hamster weisen physiologisch einen alkalischen Urin auf, der parallel zur erhöhten Wasserausscheidung steigen würde.


    Summa sumarum kriegen Nacho und Popcorn gerade die beste Therapie gegen ihre Symptomatik bei dir, die sie bekommen können und ich hoffe sehr, dass sie sich auf diese Weise regulieren werden, in ihrem wunderbaren neuen Zuhause <3 :daumendrueck: :goodluck:

    Huhu,


    etwas schwer zu erkennen, Cocos Gesamtbild. Wirkt aber soweit okay, sollte allerdings nicht höher gehen, würde ich sagen. Was schwierig ist, weil die Kleinen bis zu einem Jahr gern noch was drauflegen, da ist ein Start mit 50 g bei 2 Monaten schon nicht ohne.

    Auf jeden Fall sehr niedlich und plüschig :love:


    (ich verkleinere auf 700 px und knapp unter 76 kB)


    Ich habe für dich zum vergleich Fotos von meinem Sternchen <3 Campbell Toffie, dem standen die 50 g in seiner Jugend (10 Monate alt auf dem Foto) ganz gut. Später wog er dann 45 g.

    Er war einer von denen, die sich gern mal für ein Päuschen langgelegt haben. Bis ich ausgelöst hatte, war er leider schon etwas auf der Hut und nicht mehr ganz so gechillt ausgestreckt. Trotzdem:


    Toffie40.JPG


    Toffie43.jpg

    Hallo Viktor,


    tatsächlich haben manche Hamster – Zwerge wie Miha – die Angewohnheit, sich platt ausgestreckt hinzulegen. Gern auch direkt im Rad.

    Meist steht das mit Anstrengung oder Hitzeperioden in Verbindung und kann als chillig angesehen werden.

    Eine Herzerkrankung kann natürlich auch hinter solch einem Verhalten stecken, aber wenn keine anderen Zeichen wie Atemnot oder Wasseransammlungen (Quaddelbildung) dazu kommen, ist es wahrscheinlich einfach nur eine Eigenart.


    Ärgerlich, was in der Praxis passiert ist. Und schon frech, den Misserfolg dann noch abzurechnen.

    Denn wenn der Zwerg schon auf Reisen gehen musste, wäre ein adäquates Ergebnis ja schon erfreulich gewesen.

    Rein vom Abhören lässt sich aber ohnehin nicht alles diagnostizieren und ein EKG oder Echo wird bei so kleinen Tieren höchstens in hochspezialisierten Kliniken gemacht.


    Ich denke aber, du kannst erst einmal davon ausgehen, dass das Männlein es gemütlich findet, auf diese Art in seiner geschützten Ecke zu entspannen.


    Trinkmenge messen ist bei Campbells übrigens nie verkehrt, und ein Gewicht über 55 g sollte vermieden werden, um keine Insulinresistenz zu provozieren. Je nach Statur sind bis zu 55 g völlig normal. Für manche ist es klar zu viel.

    Falls dich meine Einschätzung dazu interessiert, bräuchte ich mal ein paar Fotos von Coco :search:

    Oh man, ist euch sowas auch schon mal passiert? Naja, man lernt dazu haha :D

    Oh ja :scheisskram: :D


    Inzwischenhabe ich eine Plastikmatte (Schreibtischunterlage), auf der ich lackiere, achte auf die Zeiten (12 Stunden sind safed) und baue stützende Trockenhilfen aus umfunktionierten Gegenstänen auf ^^


    Abschleifen funktioniert nicht immer gänzlich. Wo was übrig blieb, habe ich mir mit Serviettentechnik geholfen, um unschöne Stellen abzudecken :pfeifen:


    Als ich noch Inventar habe bauen lassen, konnte ich nie verstehen, warum das so ewig dauert.

    Heute weiß ich: Klebe- und Lackierzeiten allein brauchen schon ordentlich Zeit.

    Von sorgfältig ausgemessener Planung und sorgfältigem Zuschnitt ganz zu schweigen.


    Für ein Hamsterhaus benötige ich vom Einzeichnen über Zuschnitt bis Bauabschluss inklusive Lackierung insgesamt mindestens 4 Tage.

    Vorausgesetzt, ich habe die Zeit, täglich mehrmals daran zu arbeiten.

    Bin aber auch eine Pingelliese :rolleyes:

    Ich hab futterkrämerei vorhin mal angeschrieben. Das war wohl ein fehler auf der Website, der gleich korrigiert wurde :)

    Also keine Gurkenkerne im futter :thumbup:

    Super, dass du's geklärt hast :wolkesieben:


    Die sind ja wirklich immer ganz nett und ansprechbar.


    Ich wurde auch privat angeschrieben, die Leute denken ja öfter, ich sei an den Mischungen der Shops i-wie beteiligt.

    Das ist aber überhaupt nicht so und ich muss wie jeder andere Verbraucher auch, über den offiziellen Support Verbindung aufnehmen.

    Da wir ganz frisch Famileinezuwachs bekommen haben, jaaa, über meine (aktuell wochenbett-bedürftige) Tochter haben wir nun ein Kindeskind :hurra2:, bin ich neben allem anderen zeitlich total knapp dran, sodass ich dafür augenblicklich so gar keinen Kopf habe :sunbrill:

    Hallo Anenma,


    du hast ja nun schon hilfreiche Antworten erhalten. Ich gehe noch weiter auf deine Fragen ein, auch wenn sich einiges dabei wiederholt:

    Gibt es eine andere denkbare mögliche Ursache wie eine Schilddrüsen- oder Fettstoffwechselerkrankung?

    Wenn ja, wäre auch hier Kipi ggf. günstig oder gibt es ggf. andere Ansätze die Gewichtszunahme zumindest zum stagnieren zu bringen?

    Die Erfahrung zeigt, dass die üblichen Futtermischungen für Zwerghamster schlicht zu reichhaltig sind.

    Bei den von dir Eingangs angegebenen Futtermitteln kann man deshalb leider von einer Überfütterung ausgehen, die nicht unbedingt etwas mit der Menge zu tun hat, sondern schon rein inhaltich / in der Zusammensetzung dazu führen muss.

    Damit ein Hamster nicht verfettet, wurden die hochwertigen Samen der kipi-Mischung deshalb unter ganz besonderen Aspekten zusammengestellt. 3 g dieser Mischung (Diabetes wie Normale) genügen, um einen Zwerg optimal zu ernähren. Von dieser Menge legt er auch noch einen feinen kleinen Bunker an.


    Die Überfütterung durch ungünstig zusammengestellte Mischungen (wir haben damit seit vielen Jahren zu tun) führt in der Tat zu Stoffwechselstörungen. Nicht nur der Fettsstoffwechsel ist betroffen, sondern auch Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel dekompensieren mit der Zeit.

    Das Kipi-Konzept beschreibt die Zusamennhänge detailliert.

    Auch die Schilddrüse, Nebennieren und besonders die Bauchspeicheldrüse (einsetzender Diabetes), sind betroffen. Ob es dann irgendwann zu einer handfesten Störung kommt oder subakut, und damit weitgehend symptomlos verläuft, hängt von anlagebedingten Faktoren ab.


    Aber auch z. B. angeborene endokrine Erkrankungen werden durch ein otimal angepasstes Futter wie das normale Kipi günstig beeinflusst.


    Wäre bei besagten Zwerg eine Futterumstellung auf Kipi sinnvoll? Wenn ja, auf das Diabetes Futter oder auf das "normale" Kipi und warum?

    Da du berichtest, die TM sei (noch) unauffällig und der Zwerg Saphir, dsungilastig, empfehle ich (und so steht es im Buch), zunächst die normale Kipi-Mischung zu füttern.

    Dazu vorerst nur die Gemüsesorten der im Buch benannten "Gemüsegruppe 1".

    Besonders effektiv hat sich die Fütterung von hauptsächlich Chinakohl erwiesen. Das Gemüse liefert stark regulierende pythogene Sekundärstoffe und nur minimal Kohlenhydrate, kaum Fett.

    Auch die Empfehlungen zur Avocadofütterung sind wichtig, da ein gewisser Viramin-D- Booster sich unersetzlich auswirkt, außerdem vollkommen kohlenhydratfrei wichtige frische Vitamine liefert. Trotzdem die angegeben Mengen beachten, da fettreich -- allerdings sind nur hochwertige, lebenswichtige -- also essentielle Fette in Form von pflanzlichem Öl enthalten.


    Ebenso ist die Empfehlung zur Fütterung von 1- max. 3 Kürbiskernen pro Woche beachten.


    So nehmen einige Hamster schön langsam und somit nachhaltig ab.


    Das Futter nach Abnahme wieder umzustellen, zertört diesen Effekt, denn es handelt sich beim normalen Kipi nicht um eine Diätkost, sondern eine grundlegend ausgewogene Ernährung, die zeitlebens der Gesunderhaltung dient.


    In den Hamstergeschichten findest du mit kipi ernährte Zwerge, die sehr schön zeigen, wie wohl es den Tieren damit geht, wenn sie von Anfang an damit ernährt wurden.

    Natürlich wirkt es bloß, wenn das Konzept nicht durch Nebenkost, also sozusagen durch die Hintertür, tropediert wird.

    Deshalb lohnt sich das gründliche Durchlesen des Buches wirklich sehr, da der ganzheitliche Blick darauf in den Texten geschult wird.


    Auch das Wintergewicht wird in Kapitel 6.3 thematisiert und was dort an Wissen drinsteckt, ist ein have-must für Zwergenhalter, um den richtigen Umgang damit zu finden. Eine Wissenslücke zeigt hier jedes Jahr erneut, wie Hamster durch ein mangelndes Verständnis in die Diabetesfalle geraten.


    Sollte sich innerhalb von 4-8 Wochen noch keine tendenzielle Gewichtreduktion eingestellt haben, hat dein Zwergi bereits eine handfeste Insulinresistenz entwickelt, die sich nicht mehr ohne Diabetes-Mischung regulieren wird.

    Dies kann man nicht vorab erkennen sondern nur daran, dass die normale kipi-Mischung bereits nicht mehr greift.


    In dem Fall ist eine Umstellung auf die Kipi-Diabetesmischung angezeigt.

    Das Kapitel der Insulinresistenzen ist wichtig durchzulesen, um den Entstehungsprozess ebenso wie den Heilungsprozess zu begreifen und somit besser stützen zu können.

    Dazu gehört, um die Umstellung des Stoffeschels überhaupt erst möglich zu machen, auch ohne erhöhte Trinkmenge einen 4-wöchigen Frischfutterentzug umzusetzen.

    In dieser Zeit muss zwingend Avocado, wie im Diabetesleitfaden beschrieben, umgesetzt werden.

    Die erste Gewichtabnahme von ein paar Gramm geschieht am Ende dieser 4-wöchigen Frifupause.

    Ganz langsam darf dann wieder mit Gemüse der Frischfuttergruppe 1 begonnen werden.

    Am besten vorerst ausschließlich mit Chinakohl.

    In einer Neuausgabe werde ich leider festhalten müssen, dass auch die Gemüse der Gruppe 1 mitlerweile durch Anzüchtung von Süße nicht mehr so geeignet sind. Chinakohl bildet glücklicherweise die große Ausnahme.


    Im Kühlschrank in eine Mülltüte gepackt und mit einem Clipp verschlossen, hält er bis zu 2 Wochen frisch.

    Aus den Resten kann man sich knackige bunte Salate bereiten (inhaltlich bedeutend wertvoller als normale Blattsalate) oder einen feinen Eintopf kochen. Mit dazu angeschmorten Kümmelsamen aus dem Gewürzregal eine Köstlichkeit.


    Falls du dich auf die Suche nach einer Fertigmischung machst, beachte bitte, dass sich Mischungen, z. B. von Mixerama, "am kipi-Konzept orientieren", was bedeutet, dass Abweichungen bestehen.


    Ich empfehle, das Futter nach den Rezepten im Buch selbst zu mischen.


    Darüberhinaus ist die Futterkrämerei meines Wissens momentan die einzige, die sich korrekt an die Rezeptangaben des Buches hält.

    Ich, also die Autorin, kann aber auch dafür keine Gewähr übernehmen, da ich nicht an diesen Geschäften beteiligt bin.

    Der sicherste Weg ist also immer die Selbstmischung.

    Der Gurkenkernskandal spricht da Bände ... plötzlich wirkten die Mischungen überhaupt nicht mehr, bis wir feststellten, dass die enthaltenen Gurkenkerne gar keine waren, sondern es sich um Melonenkerne handelte, und die wiederum sind extrem kohlenhydratreich. Selbst für gesunde Zwerge völlig ungeeignet.

    Diese Verwechslung seitens der Shopbetreiber, die den Unterschied nicht bemerkten, betraf leider auch die Selbstmischer, was dem Ruf der kipi-Mischung extrem schadete, auch wenn wir es zeitraubend aufklären konnten.