Beiträge von Ajdika

    Als Mensch kann man es sich mit etwas mehr Kleidung und einer Decke auf dem Schoß trotzdem gemütlich machen und die Meerschweinchen stört diese Temperatur nicht.

    Meerschweinchen kann man unter ein paar Voraussetzungen aber auch sogar in Außenhaltung halten, das lässt sich mit Hamstern nicht vergleichen. Für Hamster sind solch niedrige Temperaturen nix.


    Auf Seite mit viel Streu wäre das ja nur 5cm Höhenunterschied. Auf der anderen Seite könnte es über eine Rampe nach unten führen und an anderer Stelle auf eine kleine Etage.

    Beachte die entstehenden Fallhöhen. Hamster haben ein Talent, "Abkürzungen" zu nehmen und nicht ausschließlich die vorgesehenen Rampen zu benutzen. Ein Zwerg sollte da lieber nicht tiefer als 10cm purzeln, ein MiHa lieber nicht tiefer als 20cm.

    Huhu,

    Für den Rest kann man schon eine Lösung finden, aber die Temperatur ist ein echtes Problem. Das ist viel zu kalt und du müsstest schon schauen, dass der Raum nicht unter 18°C kalt wird. Hamster wollen ganz normale Raumtemperatur haben und ich bemerke bei meinen durchaus, dass sie weniger Bock auf Auslauf haben (kühler Laminatboden) und nach warmen Ecken und kuscheligem Nestmaterial suchen, wenn wir unter 20°C haben. Falls du den Raum bspw. wegen hoher Heizkosten nicht aufheizen kannst / willst, würde ich auf Hamster erstmal verzichten. Ich denke nicht, dass es da mit örtlich begrenztem Heizen wie in der Terraristik getan wäre, da die kalte Luft aus dem Raum durch die Volierengitter-o. Lochblechabdeckung einfach nach unten ins Gehege fallen würde (und der Auslauf wäre dadurch auch noch nicht warm genug).


    Wie lange die Versorgung dauert, ist einzelfallabhängig. Es gibt Hamster, die keinen Bock auf Menschen haben und froh sind, wenn der Mensch nach paar Minuten Grundversorgung wieder verschwindet. Genauso gibt es aber auch Hamster, die bei sowas total verkümmern würden und Abends 6h bespaßt werden wollen.


    Ein Laufrad kann insofern zu groß sein, als dass der Hamster das Rad irgendwann nicht mehr vernünftig in Bewegung versetzen und kontrolliert wieder abbremsen kann. Das kommt aber auch auf den jeweiligen Hamster an. Ich habe bspw. schon mehrfach Zwerge gehabt, die problemlos im 30er Rad liefen, aber hatte auch schon welche, die ein 27er WW nicht in Gang bekamen.

    Euphrasia sind rein homöopathische Augentropfen, die natürlich nicht viel gegen eine bspw. bakteriell bedingte Bindehautentzündung ausrichten können, die ggf. eher antibiotikahaltige Augentropfen wie Floxal bräuchte.

    Durch das Putzen verschleppt sich der Hamster die Keime vom einen auf das andere Auge, weshalb ich bei sowas gleich beide Augen tropfe, damit das keine never ending story gibt.

    Wie genau wurde denn die Diagnostik gemacht? Hat die Ärztin einfach nur das verknatschte Auge gesehen und gesagt "Bindehautentzündung" oder hat sie bspw. mittels Fluorescein-Test nach Hornhautverletzungen geschaut?

    Wäre Weißdorn zur Herzstärkung eine Option,

    In die Richtung gehend habe ich vorhin schon was bestellt, nachdem mir der Gedanke mit dem Herzen gekommen war. Weißdorn (Herz), Ginkgo (Gefäße), Ginseng (Stärkung).

    Inhalieren habe ich ihn vorhin nochmal lassen, das fand er so doof und hat gejapst, dass ich es abgebrochen habe und er nicht die vollen 10 Minuten, sondern vielleicht eher 7 Minuten inhaliert hat.

    Ich vermute da eher einen inneren Tumor

    Die Befürchtung ist schon auch da, aber ich will auch nicht vorschnell in "bei einem Tumor in der Lunge kann man außer palliativ eh nix machen"-Resignation verfallen, wenn es vielleicht doch etwas anderes sein könnte, was sich behandeln lässt, wenn man es nur rechtzeitig diagnostizieren konnte.


    Man kann bei dem erkrankten Hamster einen Abstrich nehmen und im Labor ein Antibiogramm in Auftrag geben.

    Wo würdest du den Abstrich nehmen wollen? Vielleicht stehe ich ja momentan auf der Leitung, aber er hat ja keinen Ausfluss o.ä., kein Sekret an der Nase, wovon man einen Abstrich nehmen könnte. Das meinte ich anfangs mit "wenn es kein Sekret für einen Abstrich gibt".

    Huhu,

    Pinot hat eine (vermeintliche) Lungenentzündung, die nicht so recht besser werden will. Am 29. Juni waren wir beim Tierarzt, wo mein erster Verdacht auf Lungenentzündung bestätigt wurde, und haben Baytril mitbekommen. Seitdem bekommt er Baytril und außerdem noch Bioserin und Rodicare Immun (ich war mir nämlich von Anfang an nicht sicher, ob das wirklich bakteriell bedingt ist und gegen bspw. Viren würde AB überhaupt nichts bringen, daher Echinacea zur Stärkung des Immunsystems und Pelargonium sidoides). Eigentlich sollte Pinot 10 Tage lang AB bekommen, aber er hat immer noch sehr starke Atemgeräusche. Regt er sich auf, wehrt sich gegen Spritzen ins Mäulchen oder wird zu lange hochgenommen, schnappt er nach Luft. Dementsprechend gibt es die Medis meist in Brei oder teilweise auch in halbierten Mehlwürmern versteckt, damit er sie im eigenen Tempo futtern kann und nicht jedes Mal davon mit offenem Mäulchen nach Luft japst. Direkt ins Mäulchen wäre mir zwar lieber, aber er soll mir bitte nicht ersticken oder Medis in die Lunge bekommen. Es ist eher selten, dass die direkte orale Gabe ohne nach Luft japsen klappt - allein die mehr oder weniger sitzende Position lässt ihm schon die Puste ausgehen. Die Atemgeräusche sind vor allem bei Aufregung und beim Schnuppern / Suchen nach Futter besonders laut, beim normalen Herumlaufen etwas leiser und wenn er einfach nur liegt und schläft, hört man absolut nichts. Niesen tut er nicht.

    Nun frage ich mich, wie es weitergehen soll:

    Setze ich das Baytril ab und es handelt sich aber doch um eine bakterielle Lungenentzündung, die nicht gegen Baytril resistent ist, sondern einfach nur sehr hartnäckig, wird es nach dem Absetzen des Baytrils wahrscheinlich nur noch schlimmer + man züchtet evtl. eine Resistenz.

    Ist es bakteriell bedingt, lacht sich über Baytril aber kaputt, bräuchten wir ja wohl ein anderes AB - allerdings fällt mir gerade nichts ein, wie man herausfindet, mit welchen Erregern man es zu tun hat und welches AB dagegen hilft, wenn es kein Sekret für einen Abstrich gibt.

    Dann habe ich noch etwas Bammel, was Corona angeht. Können auch Hamster Long Covid bekommen? :gruebel: Und Zwerghamster sind ja eh nochmal andere Arten als die Goldhamster, die auch zur Corona-Forschung eingesetzt wurden und von denen man weiß, dass sie ähnliche Symptome wie Menschen bekommen. Bei einem Virus wäre jedenfalls klar, warum AB nix bringt. Und wenn das momentan bei Pinot die Spätfolgen wären, weil die Lunge von der Infektion dauerhaft geschädigt wurde, wäre auch doppelt klar, warum Medikamente nicht helfen - was kaputt ist, bleibt kaputt. NG und ich sind 3x gegen Covid geimpft und waren im April dann trotzdem krank geworden. Ich habe seitdem mit ständiger Müdigkeit, Schlappheit, Unkonzentriertheit und Vergesslichkeit sowie Kopfschmerzen zu kämpfen. Auch wenn wir mit Masken, Abstand, Lüften & Co aufgepasst haben, habe ich Angst, dass die Hamster doch was davon abbekommen haben könnten. Vielleicht nicht gleich im April, aber evtl. später, dass wir vielleicht doch irgendwie Viren mit heimgebracht haben. Wir waren danach noch ein paar mal Kontaktpersonen, auch wenn wir selber nicht mehr direkt erkrankt sind (vielleicht mal 2 Tage angeschlagen gefühlt, danach hat das Immunsystem gewonnen und die Tests blieben negativ). Dementsprechend gering fiel dann aber auch der Kontakt zu den Hamstern aus.

    Daneben stellt sich noch die Frage, was es bei Pinot alternativ sein könnte, wenn es gar keine Infekt-bedingte Lungenentzündung wäre: Neoplasien an der Lunge? Wenn sich was von diesen Wucherungen, die er am Rücken und hinterm Ohr auf der Haut hat, auch in der Nase / an den Atemwegen gebildet hätte, müsste sich das doch aber beim Abhören anders anhören als eine Lungenentzündung, oder? Die Tierärztin hatte ihn ja abgehört. Mich wundert inzwischen etwas, warum er überhaupt nicht niest, wenn das eine von einem Infekt ausgelöste Lungenentzündung sein soll.

    Nächster Gedanke als alternative Ursache - ist mir aber heute erst eingefallen - wären Herzprobleme und damit einhergehend Flüssigkeitsansammlungen. Könnte erklären, warum er nicht niest und warum im Ruhezustand alles recht unauffällig ist. Nur wie herausfinden? Wir können ja schlecht auf gut Glück Entwässerungsmedikamente geben. Und ich sehe noch nicht so recht, wie bei ihm ein Ultraschall gehen soll, ohne dass man durch den Druck des Schallkopfes und die Positionierung massive Atemnot bei Pinot auslöst ?(

    Fallen euch noch mögliche Ansätze ein? Egal ob zu möglichen Ursachen, weiteren Diagnosemöglichkeiten oder Behandlungsoptionen. Mit ging es die letzten 1,5 Wochen selber ziemlich mies und ich bin von fit weit entfernt, sonst hätte ich mich schon viel mehr in die Recherche gestürzt. Anfangs habe ich Pinot auch noch täglich inhalieren lassen, dafür fehlte mir zuletzt aber die Kraft. Ich könnte es heute wieder mit inhalieren probieren, hatte aber auch davor nicht den Eindruck, dass das bei Pinot viel geholfen hat. Er wohnt wieder im Auslauf und hat meist so 2-3 Phasen in der Nacht, wo ich ihn schnaufen höre, er also aktiv ist, ansonsten ist er viel am schlafen. Ich bin mir nicht sicher, ob er das Laufrad benutzt, ich glaube nein. Futter sammelt er gleich ein und hat gesegneten Appetit, allerdings scheint er mir trotzdem etwas abzubauen und das Fell wird trotz Sandbad struppiger.

    Hast du Ponyo inzwischen wieder gesehen? Solche Verhaltensänderungen kann ich manchmal beobachten, wenn ein anderes Tier dazukommt (durchs Fenster kann auch kein Tier reingekommen sein?) oder wenn ein Tier stirbt. Wenn sich alle anders verhalten und einer fehlt, würde ich vom Bauchgefühl her nach dem fehlenden Hamster schauen, ob er ausgebüchst, verletzt / krank oder gar verstorben ist.

    Huhu,

    Ich hatte einmal einen Dauerpflegi, der mit weißen Zähnen zu mir gekommen war. Bei ihm waren allerdings alle Zähne weiß und es schien von einer Mangelernährung zu kommen. Mit artgerechtem Futter und etwas Zeit änderte sich das von alleine und die Zähne wurden orange. In eurem Fall würde ich vor allem auf die Länge der Zähne achten bzw. ob sich die Zähne von alleine gleichmäßig abnutzen oder sie aufgrund einer Fehlstellung regelmäßig gekürzt werden müssen.

    Bedenke allerdings, dass Weißdorn eine stachelige Angelegenheit ist - die Dornen entfernt man der Verletzungsgefahr halber besser, ehe man Zweige / Blätter einfach so ins Gehege gibt.

    Was ich daher sagen will: Feinstaub durch Sand und (altes) Streu sollte man generell nicht unterschätzen. Wenn man Sand umfüllt/siebt oder mit größeren Mengen Streu hantiert, sollte man immer gut lüften und im Zweifelsfall eine Staubmaske tragen.

    Das sowieso. Eingestreut (und Gehege ausgeräumt) wird hier seit längerem nur noch mit Maske und Gummihandschuhen (aber auch allergiebedingt). Ich finde, manche Sand-Sorten stauben mehr als andere, da sind mir die staubärmeren Sorten natürlich lieber und das waren nach meinem Empfinden meist die Quarzsand-Sorten. Je nachdem, in welchen Kreisen man sich bewegt, scheint das Risiko-Empfinden auch stark zu variieren, da erlebe ich es von "Ach das bisschen Staub" in Hamsterhalterkreisen zu "Bloß keinen Staub aufwirbeln, feucht wischen und niemals indoor z.B. Schrühware schleifen, es sei denn, du willst Silicosis kriegen" in englischsprachigen Töpferkreisen.

    Huhu,

    Bei mir gibt es gerundeten Quarzsand, z.B. den hier: https://www.amazon.de/gp/aw/d/…=ppx_pop_mob_b_asin_title

    MiHas nutzen den Sand eh nicht zur Fellpflege, wie es Zwerge tun. Das Hauptargument der Leute, die Sand mit Attapulgit / Sepiolith verwenden, ist ja, dass solcher Sand dem Fell besser überschüssiges Fett entzieht und manche Zwerge sonst strähnig-fettiges Fell bekämen. Bei mir funktioniert der verlinkte (Quarz-)Sand aber auch bei Zwergen. Dementsprechend sehe ich nicht so ganz, warum ich lungengängiges krebserregendes Zeug benutzen sollte. Das Argument mancher Attapulgit-Verfechter, dass Hamster gar nicht lange genug leben würden, um Krebs zu bekommen, weil das erst nach vielen Jahren des Kontakts mit Attapulgit ausbrechen würde, finde ich persönlich etwas hanebüchen. Die kürzere Lebenserwartung geht schließlich auch mit einem schnelleren Stoffwechsel einher und ein kleinerer Körper braucht für nachteilige Effekte meist auch eine niedrigere Dosierung als der Mensch. Man braucht doch nur zu schauen, wie viele Hamster an Tumoren versterben.

    Und selbst, wenn man mal hypothetisch unterstellen würde, dass Attapulgit & Co beim Hamster keinen Schaden anrichten, dann bleibt trotzdem noch das Risiko für den KG. Man hält ja meist nicht nur einen einzigen Hamster, sondern hat mit wechselnder Hamster-Besetzung vielleicht 10 Jahre Attapulgit-Sand im Wohn- oder gar Schlafzimmer stehen und die Hamster wühlen den Sand immer wieder auf, sodass man immer wieder davon einatmet. So gesund kann das doch nicht sein. Das ist jedenfalls meine Meinung dazu.

    Was die bessere Reinigung angeht: Wenn ich auf der einen Waagschale weniger Kloputz-Aufwand wegen Klumpenbildung habe und auf der anderen Schale ein erhöhtes Krebsrisiko, bin ich lieber ein paar Minuten länger mit Putzen beschäftigt. Außerdem hat sich mir nicht ganz erschlossen, warum man beim Attapulgit-Sand das Klumpen so feiert, während man bei sämtlichen anderen Substraten, die klumpfähig sind, panisch "Darmverschluss bei Verschlucken!" ruft. Wieviele Hamster schleppen Körnchen oder gar Frischfutter ins Sandbad? Weiß man, was passiert, wenn der Hamster dabei schusselig etwas mehr Sandkörnchen mit verschluckt?

    Huhu,

    Nur kurz, da gerade auf Arbeit:

    Also klappt das nun mit den Fenistil Tropfen ohne zu arge Müdigkeit? Bei welcher Dosierung bist du geblieben?

    Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen spreche ich meine Tierärztin auf ein Antihistaminikum an (die Pollenbelastung verändert sich ja anscheindend im Verlauf des Frühlings und Sommers, mit etwas pech reicht das also bald nicht mehr).

    Fenistil Tropfen sind bereits ein Antihistaminikum, deshalb hatte ich die Tropfen ja vorgeschlagen gehabt. Andere Antihistaminika sind nicht unbedingt stärker und haben eher den Unterschied, dass die Antihistaminika neuerer Generation weniger müde machen sollen - dafür gibt es dort keine gesicherten Dosierungen beim Hamster. Außerdem: Rodicare Immun pusht das Immunsystem. Allergien kommen vereinfacht gesagt von einem überfleißigen Immunsystem, das die Allergene als (zu) gefährlich einstuft und bekämpfen will. Viele Antihistaminika dämpfen dagegen das Immunsystem und dessen überschießende Reaktion.

    Eher noch konnte ich solche Unterschiede bei der Herkunft der Anfrage feststellen.

    Das auf jeden Fall auch. Wer schon auf der Homepage gestöbert hat oder in einem der beiden Hamsterforen schonmal einen Überblick gewonnen hat, wie artgerechte Haltung aussieht, ist meist schon besser vorbereitet und hat die Vermittlungsbedingungen zumindest schon einmal überflogen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Über die Kleinanzeigen muss man viel Quatsch aussortieren, wobei sich das lohnen kann, da ich über die Kleinanzeigen auch schon Top Adoptanten gefunden habe. Die Zahl der miesen Anfragen über die Kleinanzeigen hat allerdings deutlich abgenommen, seit ich dort im Text deutlich mache, dass eine Vermittlung ausschließlich stattfindet, wenn sämtliche Vermittlungsbedingungen vollständig erfüllt sind. Vermittlungsbedingungen sind eben der absolute Mindeststandard und kein bloßes Nice to have. Manchmal kommt auch noch solch ein Zusatz dazu: "Bitte beachtet, dass es sich nicht um einen Kühlschrank, sondern um ein fühlendes Lebewesen handelt, Anfragen a la "Was letzte Preis" oder "Kann ich gleich abholen kommen, ich brauche noch ein Ostergeschenk" werden nicht beantwortet. Tiere sind keine Ware und Hamster sind zwar klein, haben aber dennoch hohe Ansprüche an ihre Haltung."

    Huhu,

    Ich bin private Pflegestelle und kümmere mich mit meiner "Hamster-Rettungsinsel Bodensee" um Hamster in Süddeutschland. Hauptsächlich konzentriere ich mich auf die Region um den Bodensee, aber oftmals decke ich einen größeren Umkreis bis fast hoch nach Stuttgart ab. Vereinzelt auch noch darüber hinaus, je nach Dringlichkeit eines Notfalls. Ich bin eine recht kleine Pflegestelle, da ich jedem einzelnen Tier gerecht werden möchte. Hier werden grds. keine Hamster wochen- oder monatelang in Samlas geparkt, jeder Hamster hat mindestens 0,5 Quadratmeter für sich und bekommt nach Ablauf der Quarantäne-Zeit auch Auslauf. Das braucht Platz und Zeit, weshalb ich gerne nur 2-3 Pflegis gleichzeitig habe. Zusammen mit meinen eigenen Tieren bleibt dann noch genug Zeit und Aufmerksamkeit für alle übrig. Meine persönliche Grenze liegt bei 7 Hamstern, alles darüber nur im Notfall. Der Hauptunterschied zu Pflegestellen innerhalb einer Hamsterhilfe dürfte wohl sein, dass man ohne Backup-Plan agiert und alles selbst stemmt. Es ist etwas weniger Bürokratie involviert und man entscheidet selbst, wann man wieviele Hamster aufnimmt. Dafür muss man aber alles alleine bewerkstelligen, hat einen geringeren Bekanntheitsgrad und finanziert die PS großteils selbst statt von Spenden. Trotzdem bin ich natürlich mit anderen Pflegestellen vernetzt, bei größeren Notfällen (außer Kontrolle geratene Gruppenhaltung o.ä.) teile ich mir Pflegis teils auch mit "Hamster in Not" und "Hamster in Not Schweiz" auf.

    Meine Pflegis dürfen deutschlandweit und auch in die Schweiz in ihr neues Zuhause ziehen. Die Hamsterhaltung begleitet mich schon seit vielen Jahren, getreu dem Motto "Ein Leben ohne Hamster ist möglich, aber sinnlos". Lange Zeit waren es allerdings immer nur eigene Liebhabertiere und meine Tierschutzarbeit erstreckte sich auf klassischere Felder (streunende Hunde und Katzen versorgen, Gassigehen im Tierheim, etc.). Dabei haben Hamster keine große Lobby wie Hunde und Katzen, oftmals kennen sich leider selbst Tierheime nicht mit der artgerechten Hamsterhaltung aus und halten dort abgegebene Hamster in zu kleinen Käfigen oder füttern mangels besserem Wissen diabetesgefährdeten Zwerghamstern Getreide. Was lag da näher, als den kleinen plüschigen Nachteulen eine Stimme geben zu wollen und sich für sie einzusetzen? Seit 2016 habe ich daher eine kleine, private ehrenamtliche Pflegestelle für Hamster. Die Kosten für Futter, Gehege, Tierarztkosten, etc. zahle ich aus eigener Tasche. Ein teures "Hobby" und es gibt genug Leute, die mich und mein Engagement belächeln, auch innerhalb der Familie - aber wenn man sieht, wie ein verstörter Hamster langsam auftaut und anfängt, das Leben zu genießen, ist das die beste Bestätigung, nicht aufzugeben. Ich habe kein getrenntes Hamsterzimmer, die Hamster leben im Wohn- u. Schlafzimmer. Jeder Hamster, der hier einzieht, wird ganz genau beobachtet und ggf. gegen Endo- u. Exoparasiten behandelt. Kranke Tiere pflege ich gesund, ehe sie sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause machen. Weibchen sitzen vor ihrer Vermittlung zudem eine Schwangerschaftsquarantäne ab, damit bei der Vermittlung eine Trächtigkeit ausgeschlossen ist.

    Mein erster Hamster war auch schon über 1 Jahr alt, als sie von der Pflegestelle kam. Mir war gar nicht bewusst, dass sie damit schon schwer vermittelbar war.

    Das sieht auch jede Pflegestelle wohl etwas anders, sicherlich variiert es auch von Region zu Region. Die meisten meiner erfolgreich vermittelten Pflegis dürften um 1 Jahr alt und älter gewesen sein. Es gibt auch gar nicht so selten Hamster, bei denen die vorherigen Halter gar nicht sagen können, wie alt der Hamster überhaupt ist. Da ist dann alles zwischen 6 Monaten und 2 Jahren denkbar. Tendenziell haben die ausgewachsenen Tiere hier eher geeignete Anfragen als Jungtiere. Jungtiere scheinen mit ihrem Babyface und Niedlichkeitsfaktor eher solche Anfragen anzuziehen, bei denen Leute unüberlegt einen Hamster anschaffen wollen, weil er so süß ist - ohne die Abgabebedingungen zu erfüllen. Zwischen 1,5 und 2 Jahren beginnt je nach Hamster die Grenze, wo sie eher Dauerpflegis als Pflegis werden. Beginnt man, dem Hamster anzusehen, dass er nicht mehr der Jüngste ist und langsam Alterszipperlein entwickelt, braucht er natürlich kein weiteres Mal umzuziehen und bleibt als Dauerpflegi bei mir. Ich vermittle nur Hamster, von denen ich mir sicher bin, dass sie gesund sind, nicht trächtig und fit genug für einen Umzug in ein neues Zuhause. Senioren und chronisch kranke Tiere bleiben bei mir und werden grds. nicht vermittelt. Die Abgabe fällt mir mal leichter, mal schwerer. Wenn mich ein Hamster komplett um die Pfoten wickelt, kann es auch mal passieren, dass er bei mir bleibt :whistling:

    Ich gebe mein Bestes, Interessenten so zu beraten, dass sie den Hamster finden, der am besten zu ihnen passt. Dazu zählen neben Berichten über das Verhalten auch aktuelle Fotos und ggf. Videos. Auch nach der Vermittlung stehe ich weiter mit Rat und Tat zur Seite. Es freut mich, dass sogar schon Leute aus Norddeutschland quer durchs Land gefahren sind, um ihr Haustier bei mir persönlich abzuholen :) Erst gestern habe ich Fotos von einem süßen Omi-Hamsterschnütchen geschickt bekommen, die ich als Jungtier vermittelt hatte und die gestern die 2,5-Jahres-Marke feierte :hamsterknuddeln:

    Huhu,

    Ich stupse mal liloba an, sie kann dir bestimmt eher weiterhelfen.

    Ich kann solange nur mal Gedanken / Fragen brainstormen.

    - Sind die Trinkmengen schon ohne Verdunstungsmenge?

    - Wurde eine konkrete Ursache für den Blut im Urin gefunden oder eher auf gut Glück AB gegeben?

    - Steht fest, dass das Blut aus der Harnröhre und nicht aus der Scheide kommt? So ein Bluttröpfchen kann sich auch beim Pipi machen vermischen und dann im Test anschlagen, ohne ursprünglich aus der Harnröhre gekommen zu sein. Selber schon bei einer Hamsterdame erlebt, die untenrum alles vollblutete und wir beim TA rätseln mussten, wo genau das Blut überhaupt seine Ursache hat.

    - Wie sieht es mit der Thematik Blasengries / Blasensteine aus? Gab es davor mal viele getrocknete Kräuter, Golliwoog o.ä.?

    - Wie gestresst ist sie? Handling für Medikamentengabe (AB oral und nicht über Brei nehme ich an?), Infusionen (ich weiß noch, wie stressig das für Karla war, als ich ihr 1-2x täglich Infusionen subkutan spritzen musste), gab es vielleicht auch in der Umgebung Veränderungen, die für sie Stress bedeuten könnten und zeitlich mit den Veränderungen zusammenpassen würden? All das kann sich ja auch auf die Urinwerte auswirken.

    - Frischfutter meintest du ja schon, dass sie momentan keines mehr bekommt.